Thüringen

SafePoint stärkt Kinderschutz im öffentlichen Raum

Mit einer gemeinsamen Veranstaltung auf dem Betriebshof der GVB Verkehrs- und Betriebsgesellschaft Gera haben das Präventionswerk Sabaki und die GVB ein Zeichen für gelebten Kinderschutz im öffentlichen Raum gesetzt. Vertreter*innen aus Politik, Bildung sowie aus Präventionsstrukturen kamen zusammen, um Bilanz zu ziehen und Perspektiven für die Weiterentwicklung des SafePoint‑Netzwerks zu diskutieren.

26.03.2026

In Vertretung des Thüringer Ministerpräsidenten nahm Bildungsminister Christian Tischner an der Veranstaltung teil. Er betonte die Bedeutung verlässlicher Schutzkonzepte für Kinder im Alltag:

„Kinder brauchen Schutzräume – nicht nur zu Hause oder in der Schule, sondern überall dort, wo sie täglich unterwegs sind. SafePoint macht Kinderschutz sichtbar und erreichbar. Wenn engagierte Partner vor Ort so entschlossen Verantwortung übernehmen, stärkt das die gesamte Gesellschaft.“

Insgesamt 70 Busse und Straßenbahnen der GVB sind inzwischen als SafePoint gekennzeichnet. Kinder, die sich verfolgt, bedrängt oder bedroht fühlen, finden hier eine niedrigschwellige und verlässliche Anlaufstelle – in Fahrzeugen, an Haltestellen oder im öffentlichen Raum. Die Fahrerinnen und Fahrer der GVB werden regelmäßig im Umgang mit Konflikt- und Gefahrensituationen geschult, in akuten Fällen ist die Polizei schnell vor Ort.

Der Termin wurde von Schüler*innen der Bergschule Gera begleitet. Vor Ort nahmen sie unter anderem an Rollenspielen teil, um praktisch zu erfahren, in welchen Situationen ein SafePoint für mehr Sicherheit von Kindern sorgen kann.

GVB‑Geschäftsführer Thorsten Rühle unterstrich die Verantwortung des kommunalen Unternehmens:

„Verantwortung endet für uns nicht an der Fahrzeugtür. SafePoint bedeutet, aufmerksam zu sein und im richtigen Moment richtig zu reagieren.“

Auch Geras Dezernentin für Soziales, Jugend und Kultur, Sandra Wanzar, hob die Bedeutung des Netzwerks hervor und dankte dem Präventionswerk Sabaki sowie der GVB für ihr langjähriges Engagement.

Das Präventionswerk Sabaki ist seit 2008 bundesweit aktiv und stärkt Kinder in ihrer Selbstbehauptung und Handlungssicherheit. Die Kooperation mit der GVB besteht seit 2009 und bildet einen zentralen Baustein des SafePoint‑Netzwerks in Gera.

Präventionswerkleiter Mike Wolf betonte:

„Kinderschutz muss im Alltag ankommen – sichtbar, erreichbar und verbindlich. SafePoint lebt von starken Partnern, die Verantwortung übernehmen.“

Die Veranstaltung bot Raum für Rückblick, Vernetzung und einen gemeinsamen Blick auf die zukünftige Ausrichtung des SafePoint‑Netzwerks in Gera und darüber hinaus. Deutlich wurde: Kinderschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe – und er beginnt genau dort, wo Kinder sich täglich bewegen.

Quelle: Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur vom 06.03.2026

Redaktion: Rebekka Foeste