Qualifizierung

Rheinland-Pfalz qualifiziert Fachkräfte - Bildung für nachhaltige Entwicklung in Kitas

Zwei Mädchen neben einem großen Baum

Rheinland-Pfalz ist das erste Bundesland, das Erzieherinnen und Erzieher zu Fachkräften qualifiziert, um Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Kindertagesstätten mit Leben zu füllen. 52 Erzieherinnen und Erzieher nahmen in den vergangenen Monaten an dieser Fortbildung teil.

20.11.2012

Zum Abschluss hat Umweltministerin Ulrike Höfken den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Mainz ihre Zertifikate überreicht und ihnen für die Bereitschaft gedankt, nun als Multiplikatoren zu wirken: „Wir brauchen Menschen wie Sie, die bereit sind, durch aktives und kreatives Mitgestalten die Fragen der Zukunft anzugehen.“ Im kommenden Jahr werde die Fortbildung weitergeführt.

„Wenn wir wollen, dass unsere Kinder zu Menschen heranwachsen, die verantwortungsvoll und schonend mit der Natur umgehen, müssen wir ihnen möglichst früh und kindgerecht das Prinzip der Nachhaltigkeit vermitteln. Schon jetzt gehört es zur pädagogischen Konzeption der Kitaarbeit mit den Kindern raus zu gehen und den Lebensraum zu erforschen. Die neue Fortbildung ergänzt dieses Konzept optimal“, sagte Kinder- und Jugendministerin Irene Alt.

„Nach Abschluss dieses dritten Kurses stehen im Land mehr als 200 qualifizierte und engagierte Botschafterinnen und Botschafter für diese Zukunftsaufgabe bereit“, so Höfken. Die Qualifizierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung im Elementarbereich sei unabdingbarer Bestandteil der Nachhaltigkeits- und Bildungsstrategie des Landes. Höfken: „Aus dem Erleben mit und in der Natur, im Kontakt mit Boden, Wasser und Luft, mit Tieren und Pflanzen entstehen bei Kindern jene Kompetenzen, die Voraussetzung sind, damit Nachhaltigkeit im täglichen Leben stattfindet.“

Die Ministerin dankte der Evangelischen Landesjugendakademie Altenkirchen als Fortbildungsträger und der Stiftung Ökologie und Landbau, die durch ihren Lern- und Seminarbauernhof, Gut Hohenberg in Queichhambach/Pfalz, zahlreiche praktische Erfahrungsfelder zur Nachhaltigkeit erlebbar gemacht hat.

Ein besonderer Dank der Ministerin ging an die Erzieherinnen, die sich im „Arbeitskreis Koordination der BNE-Fachkräfte“ zusammengeschlossen haben und über ihre eigene Kindertagesstätte hinaus in Rheinland-Pfalz wirken wollen.

Die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz stattet die rund 2.500 Kindertagesstätten im Land zur praktischen Umsetzung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung mit Fachmaterialien aus. Dazu gehören neben den Sammelordnern „Leben-gestalten-Lernen“ und  „Werte leben“ mittlerweile auch drei auf diesen Materialien basierende Kinderlieder-CDs und ein Kindermusical. Außerdem bietet sie Fortbildungsveranstaltungen an.

Quelle: Staatskanzlei Rheinland-Pfalz vom 19.11.2012

Redaktion: Kerstin Boller

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