Kindheitsforschung

NRW: Zahl der gestorbenen Kinder binnen zehn Jahren um 31 Prozent gesunken

Im Jahr 2009 starben in Nordrhein-Westfalen 899 Kinder unter 15 Jahren (397 Mädchen und 502 Jungen). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 5,5 Prozent weniger als im Vorjahr und sogar 30,5 Prozent weniger als im Jahr 2000.

10.12.2010

Diese Entwicklung ist überwiegend auf den Rückgang der Todesfälle bei Säuglingen zurückzuführen: Während die Zahl der Todesfälle von unter einjährigen Babys mit 576 um 10,6 Prozent unter dem Vorjahresergebnis und um 33,0 Prozent unter dem Ergebnis des Jahres 2000 lag, war die Zahl der Todesfälle bei den 1- bis unter 15-Jährigen mit 323 um 5,2 Prozent höher als 2008 (gegenüber 2000: -25,6 Prozent).

Wie die Statistiker anlässlich des Weltgedenktags für alle verstorbenen Kinder (zweiter Sonntag im Dezember) mitteilen, starben im vergangenen Jahr 268 Säuglinge an Ursachen, die ihren Ursprung in der Perinatalperiode (Zeit um die Geburt) hatten.

Angeborene Fehlbildungen, Deformitäten und Chromosomenanomalien waren in 166 Fällen, plötzlicher Kindstod in 42 Fällen die Todesursache; im Jahr 2000 wurde diese Todesart noch bei fast viermal so vielen Säuglingen (164) festgestellt.

Von den 323 gestorbenen Kindern in der Altersgruppe von 1 bis unter 15 Jahren starben 65 Kinder an bösartigen Neubildungen und 43 Kinder an angeborenen Fehlbildungen, Deformitäten und Chromosomenanomalien. 61 Kinder kamen durch Verletzungen, Vergiftungen und andere äußere Ursachen ums Leben, darunter waren fünf Kinder, die Suizid begingen.

Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise finden Sie im Internet unter: http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2010/pdf/200_10.pdf

 

Redaktion: Christian Herrmann

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