Familienforschung

NRW: Geburtenzahl 2009 niedriger als 2008

Die Geburtenzahl in Nordrhein-Westfalen lag 2009 mit 145 029 um 3,3 Prozent unter der von 2008. Wie Information und Technik als Statistisches Landesamt mitteilt, ist dies die niedrigste Geburtenzahl seit Bestehen des Landes.

10.09.2010

Nur in sieben der 53 kreisfreien Städte und Kreise wurden im Jahr 2009 mehr Kinder geboren als im Vorjahr (Städte Duisburg, Bonn, Bottrop, Gelsenkirchen sowie Kreise Herford, Höxter und Paderborn). Im Jahr 2008 hatten noch 22 kreisfreie Städte bzw. Kreise gegenüber 2007 eine Steigerung der Geburten registrieren können.

Als wesentlicher Grund für den Geburtenrückgang nennen die Statistiker die reduzierte Zahl der Elterngeneration: 2009 war die Zahl der Frauen im Alter, in dem Frauen üblicherweise Kinder bekommen (15 bis 49 Jahre) um mehr als ein Prozent niedriger als 2008.

Die durchschnittliche Kinderzahl je Frau (zusammengefasste Geburtenziffer), die das aktuelle Geburtenverhalten beschreibt, lag im Jahr 2009 in Nordrhein-Westfalen mit 1,37 unter dem entsprechenden Wert der Jahre 2007 und 2008 (jeweils 1,39). Auch hier gibt es regional große Unterschiede: Mehr als drei Viertel der kreisfreien Städte und Kreise in NRW weisen einen niedrigeren, knapp ein Viertel einen höheren Wert als im Vorjahr auf. Im Kreis Höxter stieg die zusammengefasste Geburtenziffer von 1,42 (2008) auf 1,51 (2009) am stärksten an. Im Kreis Unna gab es den höchsten Rückgang - die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau ging von 1,40 auf 1,30 zurück. Den höchsten Wert hinsichtlich der durchschnittlichen Kinderzahl je Frau wurde 2009 im Kreis Lippe mit 1,55 ereicht, den niedrigsten Wert gab es in Bochum mit 1,17.

Die zusammengefasste Geburtenziffer gibt die durchschnittliche Kinderzahl an, die eine Frau im Laufe ihres Leben zur Welt bringen würde, wenn ihr Geburtenverhalten dem aller Frauen im Alter von 15 bis 49 des betrachteten Zeitraums entspräche.

Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise finden Sie im Internet unter:

http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2010/pdf/146_10.pdf

 

Redaktion: Christian Herrmann

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