Lichtblicke

Mehr Rechte, besserer Schutz: Was 2025 für Kinder weltweit erreicht wurde

Trotz vieler Krisen brachte 2025 auch Fortschritte für Kinder: Ihre Rechte wurden gestärkt, etwa durch Anerkennung einer gesunden Umwelt als Menschenrecht. Weltweit verbesserten sich Schutz, Gesundheitsversorgung und Gesetze – oft durch das Engagement von Kindern und Jugendlichen selbst, unterstützt von Organisationen wie Save the Children.

12.01.2026

Mit Krisen und Konflikten in vielen Weltregionen war 2025 ein schwieriges Jahr für Kinder, doch es gab auch Lichtblicke. Was in den vergangenen zwölf Monaten für Kinder erreicht wurde – und was sie selbst für sich erstritten haben – lesen Sie hier: 

Gesunde Umwelt als Kinderrecht

Im Juli erklärte der Internationale Gerichtshof (IGH) eine saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt zum Menschenrecht – ein wegweisendes Gutachten, vor allem für die Rechte von Kindern und künftigen Generationen. Damit erkannte das Gericht auch die negativen Auswirkungen der Klimakrise auf die Rechte von Kindern an und bekräftigte, dass die Verpflichtungen zu deren Schutz über die bestehenden Klima-Abkommen hinausgehen.

Notfallmedizin mit WHO-Siegel

Die Emergency Health Unit ist das medizinische Notfallteam von Save the Children. Im April wurde es von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als erstes NGO-Notfallteam für Mütter und Babys zertifiziert und kann nun bei Gesundheitsnotfällen weltweit zum Einsatz kommen. Zum Team gehören Ärzt*innen, Rettungssanitäter*innen, Krankenpfleger*innen, Hebammen, Physiotherapeut*innen sowie Logistik-, Wasser- und Sanitärexpert*innen. Seit Gründung der Einheit im Jahr 2015 haben die Teams mehr als fünf Millionen Menschen erreicht und rund 18.000 Gesundheitsfachkräfte geschult.

Hilfe auf Rädern in Sambia

In abgelegenen Gemeinden Sambias sind Freiwillige auf Fahrrädern unterwegs, um Schwangere und junge Mütter zu unterstützen. Rund 140 von Save the Children ausgebildete Gesundheitshelfer*innen besuchen die Frauen und ihre Babys, beraten sie und überweisen sie bei Bedarf in eine Klinik. Im Jahr 2025 konnte so gemeinsam mit dem sambischen Gesundheitsministerium rund 930 Frauen geholfen werden – durch Schwangerschaftsvorsorge, sichere Entbindungen und Betreuung nach der Geburt.

Erfolge gegen Genitalverstümmelung in Äthiopien

Junge Menschen in der Region Somali in Äthiopien haben sich auch 2025 erfolgreich gegen weibliche Genitalverstümmelung eingesetzt. Unterstützt von Save the Children klärten sie mit Theaterstücken über die Rechte von Mädchen auf und kamen mit Gemeindevorstehern, religiösen Führern und Frauen, die Genitalverstümmelung praktizieren, über deren verheerende Folgen ins Gespräch. Seit 2020 konnten die Jugendlichen, Save the Children und seine Partnerorganisationen auf diese Weise mehr als 400 Fälle der grausamen Praktik verhindern.

Frühverheiratung in weiteren Ländern strafbar

In Bolivien setzten sich Mädchen landesweit für ein Verbot der Frühverheiratung ein; Save the Children unterstützte die Kampagne. Im September wurde das entsprechende Gesetz erlassen und Bolivien damit das 14. Land Lateinamerikas, das die Praxis unter Strafe stellte. Zuvor wurden nach offiziellen Angaben mehr als 20 Prozent der Mädchen vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet, rund drei Prozent sogar vor dem 15. Lebensjahr. Auch Kolumbien und Burkina-Faso hoben im Jahr 2025 das Mindestheiratsalter auf 18 Jahre an.

Verbot der körperlichen Züchtigung in Thailand

Als 68. Staat der Welt hat Thailand im März die körperliche Züchtigung verboten – eine Strafe, die in dem südostasiatischen Land immer noch weit verbreitet ist. Drei von vier Kindern zwischen ein und 14 Jahren haben sie dort bereits in der einen oder anderen Form erlebt. Das neue Gesetz verbietet alle Arten von gewaltsamer Disziplinierung und körperlicher Züchtigung zuhause, in Schulen und Kitas sowie sonstigen Einrichtungen, in denen Kinder betreut werden.

Quelle: Save the Children vom 29.12.2025

Redaktion: Celine Richter