Tag des Grundgesetzes
Kinderrechte endlich im Grundgesetz verankern
Zum Tag des Grundgesetzes am 23. Mai fordern das Deutsche Kinderhilfswerk und der Kinderschutzbund die Bundesregierung und den Bundestag auf, die Rechte von Kindern und Jugendlichen ausdrücklich im Grundgesetz zu verankern. Gerade in Zeiten vielfältiger Krisen zeigt sich, dass ihre Interessen in politischen Entscheidungen noch immer nicht ausreichend berücksichtigt werden.
01.06.2026
Kinder und Jugendliche sind eine demografische Minderheit ohne Wahlrecht. Zugleich sind sie in besonderer Weise von politischen Entscheidungen betroffen – etwa bei Bildung, Armut, Gesundheit, Klimaschutz, Schutz vor Gewalt oder gesellschaftlicher Teilhabe. Die Verbände betonen: Kinderrechte im Grundgesetz würden das Kindeswohl, den Schutz, die Förderung und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen stärken und damit eine wichtige Grundlage für ein kinder- und familienfreundlicheres Deutschland schaffen.
Prof. Dr. Sabine Andresen, Präsidentin des Kinderschutzbundes:
„Kinder haben eigene Rechte – und diese Rechte gehören endlich ins Grundgesetz. Der Tag des Grundgesetzes erinnert uns daran, dass Grundrechte wirksam geschützt werden müssen. Für Kinder und Jugendliche gilt das in besonderer Weise, denn sie können ihre Interessen politisch nicht im gleichen Maße durchsetzen wie Erwachsene. Wer Kinderrechte ausdrücklich im Grundgesetz verankert, stärkt das Kindeswohl, den Schutz von Kindern und die Verantwortung des Staates, gute Bedingungen für ihr Aufwachsen zu schaffen.“
Anne Lütkes, Präsidentin des Deutschen Kinderhilfswerkes:
„Kinderrechte im Grundgesetz sind kein symbolischer Akt, sondern ein notwendiger Schritt für eine generationengerechte Politik. Die Interessen von Kindern und Jugendlichen müssen systematisch in politische Entscheidungen einfließen – unabhängig davon, wie groß ihr Anteil an der Bevölkerung ist oder ob sie bereits wählen dürfen. Besonders wichtig ist das Recht auf Beteiligung: Kinder und Jugendliche müssen gehört werden, wenn Entscheidungen ihr Leben und ihre Zukunft betreffen. Das stärkt nicht nur ihre Rechte, sondern auch unsere Demokratie.“
Die Verbände fordern, Kinder und Jugendliche konsequent ins Zentrum politischer Entscheidungen zu rücken: durch starke Beteiligungsrechte, generationengerechte Gesetzgebung und die ausdrückliche Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz. Kinderrechte stärken dabei auch Familien und Eltern, denn sie richten staatliches Handeln stärker am Wohl und an den Bedürfnissen von Kindern aus.
Termine zum Thema
-
17.06.2026
Safer Spaces and Participation in Cultural Education ‒ A European Conference on Child Safeguarding Policies
-
26.06.2026
„Demokratie verstehen“ mit Katja Keul, Staatssekretärin a.D.
-
07.07.2026
Kinderrechte leben - Kinderschutz stärken. Impuls (4/4) "Schutzkonzepte operationalisieren"
-
05.10.2026
Basisschulung - Kinderschutz & Kindeswohlgefährdung
-
17.11.2026
Basisschulung - Kinderschutz & Kindeswohlgefährdung
Materialien zum Thema
-
Broschüre
Broschüre „Medikamente – Deine Rechte“
-
Podcast
Podcast Berufsjugendlich, Folge 62 - Zwischen Dolce Vita und Dortmund: Neues aus der Jugendpolitik
-
Podcast
Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention – National Coalition Deutschland
-
Stellungnahme / Diskussionspapier
Zwischenruf zur Stärkung der Strukturen zur Selbstvertretung gem. § 4a SGB VIII (auch) auf Bundesebene
-
Webangebot / -portal
Materialpaket - Kinderrechte weltweit
Projekte zum Thema
Institutionen zum Thema
-
Fort-/Weiterbildungsanbieter
AMYNA e.V. - Schutz von Mädchen* und Jungen* vor sexueller Gewalt
-
Verband / Interessenvertretung
Bundesverband für Kindertagespflege e.V.
-
Fort-/Weiterbildungsanbieter
Kindernothilfe e.V.
-
Verband / Interessenvertretung
Kinder- und Jugendinteressenvertretung Hessen
-
Oberste Landesjugendbehörde
Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstsein