Aktionswoche #KindersindkeinContent
Kinder sind kein Content!
Nicht nur im Urlaub – einfach immer gilt: Kinderfotos gehören nicht ins Netz! Die Missbrauchs-Gefahr wird durch KI noch verstärkt und erweitert. Die schönsten Kinderfotos entstehen oft im Urlaub und Eltern teilen die Schnappschüsse in sozialen Netzwerken. Dabei vergessen sie mögliche Risiken wie den Missbrauch der Aufnahmen durch Fremde.
24.06.2025
Zum Ferienbeginn warnen deshalb die Medienkompetenz-Initiativen: klicksafe, SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht und Gutes Aufwachsen mit Medien sowie die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz und die Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs davor, Kinderfotos oder -videos online zu verbreiten und starten eine gemeinsame Aktionswoche auf Social Media.
Ein verantwortungsvoller Umgang mit Kinderaufnahmen im Internet ist notwendig
Ganz gleich, wie niedlich oder lustig Kinderfotos auch sein mögen – ein verantwortungsvoller Umgang mit Kinderaufnahmen im Internet ist notwendig. Reichte es früher aus, die Kinder durch einen Smiley über dem Gesicht unkenntlich zu machen, um sie zu schützen, machen heute die neuen KI-Programme diesen Schutz unwirksam. Kinderbilder im Netz werden unter anderem für Betrug, Erpressung und zur Erstellung von Missbrauchsdarstellungen zweckentfremdet. Wer Kinderfotos oder Kindervideos veröffentlicht, muss wissen, dass dies auch langfristig noch unerwünschte Folgen für das Kind haben kann – das Netz vergisst nichts.
Studien zeigen, dass das Teilen von Kinderbildern in sozialen Netzwerken häufig ohne Zustimmung der Kinder erfolgt. Laut der Studie fühlen sich Eltern in der Nutzung verschiedener Dienste und in der Frage, was dabei mit ihren Daten geschehen kann, nicht sicher. Entsprechend fallen ihre Entscheidungen so aus, dass sie ihre Daten und auch die ihrer Kinder kaum hinreichend schützen.
Aktionswoche zum verantwortungsvollen Umgang mit Kinderbildern im Netz
Die fünf Partner: klicksafe, SCHAU HIN!, Gutes Aufwachsen mit Medien, die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) und die Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs haben sich zusammengeschlossen, um vor Ferienbeginn im Rahmen einer Aktionswoche über den sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Kinderbildern im Netz aufzuklären.
Ziel der Kampagne ist es, Erziehende dafür zu sensibilisieren, Kinderaufnahmen nicht leichtfertig zu teilen und die Rechte ihrer Kinder zu achten. Um Eltern beim verantwortungsvollen Umgang mit Kinderbildern zu unterstützen, finden sich im Aktionszeitraum vom 23. bis 30. Juni konkrete Informationen, Tipps und Ratgeber auf den Social-Media-Kanälen von klicksafe, SCHAU HIN! und Gutes Aufwachsen mit Medien sowie der BzKJ und UBSKM.
„Der Schutz unserer Kinder beginnt mit jedem Klick. Auf Instagram, YouTube und TikTok erhalten hunderttausende Menschen einen direkten Einblick in den Alltag und die Kinderzimmer von Kindern. Diese vermeintlich harmlosen Bilder und Videos sind dauerhaft speicherbar und können missbräuchlich verwendet werden. Wir brauchen daher ein stärkeres Bewusstsein für digitale Fürsorge,“
erläutert Deborah Woldemichael, Leiterin der EU-Initiative klicksafe bei der Medienanstalt Rheinland-Pfalz.
Die Kampagne ist auf Social Media unter #KindersindkeinContent zu finden.
Quelle: klicksafe vom 20.06.2025
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