BAföG-Reform
Gute Nachricht für Studierende
Das Bundeskabinett beschloss die BAföG-Reform mit Anhebung der Wohnkostenpauschale auf 440 Euro ab Sommersemester 2027. Es steigt der Grundbedarf schrittweise auf 563 Euro. Dynamisierte Freibeträge und vereinfachte Anträge sind geplant. Wissenschaftsministerin Martin kritisiert die verspätete Durchsetzung der Reform. Die Reform soll Studienfinanzierung verlässlicher machen.
01.09.2026
Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsministerin Bettina Martin begrüßt den heutigen Beschluss des Bundeskabinetts zur Reform des BAföG. Die Bundesregierung bringt damit die bereits im Koalitionsvertrag vereinbarte Reform auf den Weg. Vorgesehen ist unter anderem eine Anhebung der Wohnkostenpauschale für BAföG-Empfänger*innen, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, von derzeit 380 auf 440 Euro zum Sommersemester 2027.
„Es ist höchste Zeit, dass das BAföG jetzt endlich verbessert wird, denn das BAföG muss wieder attraktiv sein, damit dass Studieren nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt. Der Druck der Länder hat sich gelohnt. Studierende brauchen eine verlässliche und auskömmliche Studienfinanzierung. Gerade angesichts steigender Lebenshaltungs- und Wohnkosten ist es wichtig, dass der Bund hier nun endlich handelt. Das BAföG muss mit der Lebensrealität junger Menschen Schritt halten“,
erklärt Wissenschaftsministerin Bettina Martin.
Gleichzeitig zeigt sich Martin enttäuscht darüber, dass die Reform nach einem langen politischen Hin und Her ein Semester später greift. Ursprünglich war vorgesehen, die Wohnkostenpauschale bereits zum Wintersemester 2026/27 von 380 auf 440 Euro anzuheben. Nun wurde diese Anhebung auf das Sommersemester 2027 verschoben.
Die Reform sieht neben der Anhebung der Wohnkostenpauschale weitere Verbesserungen vor. So soll der BAföG-Grundbedarf schrittweise angehoben werden – zunächst auf 503 Euro zum Wintersemester 2027/28 und anschließend auf 563 Euro zum Sommersemester 2029. Zudem sind unter anderem dynamisierte Freibeträge und Vereinfachungen beim BAföG-Antrag vorgesehen.
„Der Kabinettsbeschluss ist eine gute Nachricht für die Studierenden. Junge Menschen brauchen Sicherheit und Verlässlichkeit, wenn sie sich für ein Studium entscheiden. Dafür werde ich mich auch weiterhin gemeinsam mit den anderen Ländern einsetzen“,
betont Bettina Martin.
Quelle: Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommernvom 12.08.2026
Materialien zum Thema
-
Podcast
Podcast Berufsjugendlich, Folge 63: What the (Ba)fög?!
-
Monographie / Buch
akademisieren, professionalisieren, transformieren. SAGE-Hochschulen im Strukturwandel am Beispiel der Alice Salomon Hochschule Berlin
-
Stellungnahme / Diskussionspapier
Appell an BAföG-Ämter
-
Stellungnahme / Diskussionspapier
Stellungnahmen und Positionspapiere zum Fachkräftemangel in der Kinder- und Jugendhilfe - Zusammenstellung
-
Stellungnahme / Diskussionspapier
Jugendsozialarbeit stärken – Ausbildung garantieren! Stellungnahme der BAG ÖRT zur Ausbildungsgarantie im Rahmen des Weiterbildungsgesetzes
Projekte zum Thema
-
Institut für E-Beratung, TH Nürnberg
Virtueller Rundgang - E-Beratungssoftware ebs und intelligente Beratungsassistenz eb.IBA
-
Stiftung Universität Hildesheim, Institut für Sozial- und Organisationspädagogik und Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
CareHOPe - Care Leaver an Hochschulen, Online-Peerberatung