Frühkindliche Bildung in Bremen
Gemeinsam Klima schützen – von Anfang an
Das Projekt „ener:kita“ fördert Klimaschutz in 48 Bremer Kitas durch praxisnahe Bildung, spielerisches Lernen und technische Unterstützung, um nachhaltiges Handeln im Alltag zu verankern. Kinder und Fachkräfte entdecken dabei gemeinsam Themen wie Energie, Wasser, Ernährung und Konsum und lernen, wie einfach klimafreundliches Verhalten im Alltag gelingen kann.
25.08.2026
Wie funktioniert Klimaschutz im Alltag? Und was können schon die Kleinsten dazu beitragen? In der neuen Projektphase von „ener:kita“ – Klimaschutz in Kindertagesstätten können sich insgesamt 48 Einrichtungen verschiedener Träger aus Bremen und Bremerhaven beteiligen. Das Projekt der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Energiekonsens wird von den senatorischen Behörden für Kinder und Bildung sowie für Umwelt, Klima und Wissenschaft unterstützt und ist mittlerweile eine feste Größe in der Bremer Bildungslandschaft. Ziel ist es, nachhaltiges Handeln selbstverständlich im Kita-Alltag zu verankern – spielerisch, praxisnah und gemeinsam mit den Kindern.
Der Senator für Kinder und Bildung, Mark Rackles, betont:
„Frühe Bildung legt den Grundstein für den gesamten Bildungsweg eines Kindes. Deshalb ist sie ein zentraler Bestandteil unserer Qualitätsoffensive. Kitas sind weit mehr als eine Vorschule. Sie sind Orte, an denen Kinder die Welt entdecken, Zusammenhänge verstehen und Selbstvertrauen entwickeln. Wenn sie dort spielerisch und forschend erfahren, wie nachhaltiges Handeln im Alltag gelingt, werden Klimaschutzmaßnahmen unmittelbar begreifbar.“
Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Henrike Müller:
„Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Klimaschutz und nachhaltiges Handeln dauerhaft im Kita-Alltag verankert werden können. Besonders wertvoll ist die Verbindung aus praxisnaher Klima- und Umweltbildung mit konkreten technischen Unterstützungsangeboten – etwa der fachlichen Begleitung bei Energiesparmaßnahmen. So werden die gesamte Kita und alle Beteiligten dabei unterstützt, Klimaschutz und Bildung für nachhaltige Entwicklung gemeinsam erlebbar zu machen und umzusetzen.“
„ener:kita“ bietet nicht nur praxisnahe Materialien, Schulungen und Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte, sondern unterstützt durch Verbrauchsmonitoring, Einsparhilfen und Gebäudechecks dabei, Ressourcen im Alltag einzusparen. Im Mittelpunkt steht das Lernen durch eigenes Erleben: Die Kinder experimentieren, entdecken und erforschen Themen wie Energie, Wasser, Ernährung oder Konsum mit allen Sinnen.
Wie lebendig das aussehen kann, zeigte die heutige Projektvorstellung im Kinder- und Familienzentrum Hohentor: Vor Ort wurde ausprobiert, gefragt, gebaut und gemeinsam erkundet, wie Dinge funktionieren. „‚ener:kita‘ schafft für die Einrichtungen viele gute Möglichkeiten und Anlässe, Klima- und Umweltthemen in die pädagogische Arbeit einzubinden“, sagt Elke Roulands, kommissarische Geschäftsführung und pädagogische Leitung von KiTa Bremen.
Klimaschutz, der im Alltag ankommt
„Bei ‚ener:kita‘ geht es nicht nur um Technik oder Einsparungen“, erklärt Martin Grocholl, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Energiekonsens. „Entscheidend ist, dass Kinder und Fachkräfte gemeinsam entdecken, wie einfach klimafreundliches Verhalten im Alltag sein kann.“ Dass genau das in der Praxis einen Unterschied macht, zeigen auch die Erfahrungen der Stepke-KiTas: „Kinder lernen engagiert und motiviert, wenn sie selbst aktiv werden dürfen. Wenn sie merken, dass ihre Ideen zählen und sie selbst etwas verändern können, stärkt das ihr Verantwortungsgefühl – auch über die Kita hinaus“, sagt deren Regionalleitung Judith Muschinski. Denn „ener:kita“ versteht Klimaschutz nicht als zusätzliches Projekt, sondern als festen Bestandteil des täglichen Miteinanders. Viele Impulse wirken dabei auch in die Familien hinein und werden von den Kindern ganz selbstverständlich weitergetragen.
Mit der neuen Projektphase setzen Bremen und Bremerhaven ihr Engagement für nachhaltige Bildung fort – und zeigen, dass Klimaschutz schon bei den Kleinsten beginnen kann.
Quelle: Senatskanzlei Bremen. Pressestelle des Senats vom 03.08.2026
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