Sachsen
Gemeinsam für starke Kinderzähne
Die Landesdirektion Sachsen fördert 2026 die Prävention von Zahnerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen mit 12.000 Euro. Die Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege (LAGZ) erhält Mittel für Beratungs- und Informationsangebote, Schulungen sowie Aktionstage. Schwerpunkte sind die Stärkung des täglichen Zähneputzens, die Qualifizierung von Fachkräften und die frühkindliche Kariesprävention.
04.05.2026
Die Landesdirektion Sachsen (LDS) unterstützt auch in diesem Jahr die Prävention von Zahnerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Insgesamt 12.000 Euro erhält die Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege des Freistaates Sachsen e. V. (LAGZ) für Beratungs- und Informationsangebote, Aktionstage sowie Schulungen und Fortbildungen.
„Eine gute Mundgesundheit ist eine wichtige Grundlage für die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Mit unserer Förderung stärken wir gezielt Präventionsangebote, die Kinder frühzeitig erreichen und nachhaltig wirken. Dabei ist uns wichtig, möglichst viele Familien einzubeziehen und gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern“,
betont LDS-Präsident Béla Bélafi.
Das Projekt der LAGZ wird nach der Förderrichtlinie „Gesundheit und Versorgung“ gefördert, die seit 2019 existiert. Der Fördersatz liegt 2026 bei 80 Prozent. Die Landesdirektion Sachsen unterstützt die LAGZ bereits seit vielen Jahren mit projektbezogenen Förderungen.
Konkret werden öffentlichkeitswirksame Maßnahmen unterstützt, die kontinuierlich und zielgruppengerecht über die Bedeutung von Mund- und Zahngesundheit aufklären. Insbesondere das tägliche Zähneputzen soll als fester Bestandteil des Alltags gestärkt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Qualifizierung von Fachkräften. Zahnärztliche Teams, Hebammen sowie pädagogische Fachkräfte in Kitas und Schulen werden durch bedarfsgerechte Fortbildungen unterstützt. Die LAGZ Sachsen konzipiert entsprechende Schulungsangebote und führt sie durch.
Mit den Fördermitteln sollen 2026 insbesondere die Beratungs- und Präventionsangebote im Bereich der frühkindlichen Karies weiter verstetigt werden. Zudem rücken Mundgesundheit in der Schwangerschaft und im Kleinkindalter stärker in den Fokus. Vorlesungen für Studierende der Hebammenkunde sind ebenso vorgesehen wie die Beratung der Eltern von Neugeborenen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Geburtskliniken, Gynäkologen, Kinderärzten, dem Hebammenverband und den Hebammen sowie mit den Fachkräften in Kitas und Schulen soll fortgesetzt werden.
Die Mundgesundheit von Kindern und Jugendlichen hängt stark von Verhalten und Lebensumständen ab. Präventionsangebote in Kitas und Schulen sind daher besonders wichtig, um alle Kinder frühzeitig zu erreichen. In vielen Einrichtungen ist das tägliche Zähneputzen nach der Corona-Pandemie noch nicht wieder zur Routine geworden – hier besteht weiterhin Aufklärungs- und Handlungsbedarf. Zudem wird die Integration von Kindern aus geflüchteten Familien in Präventionsmaßnahmen verstärkt vorangetrieben.
Hintergrund
Die Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege des Freistaates Sachsen e. V. (LAGZ) setzt sich seit 1992 für die zahnmedizinische Prävention und Gesundheitsförderung bei Kindern ein. Ziel ist es, frühzeitig ein eigenverantwortliches und zahnbewusstes Verhalten zu fördern, um Karies und andere Munderkrankungen zu vermeiden. Gemeinsam mit Partner*innen aus Zahnärzteschaft, Krankenkassen, Kommunen und dem Freistaat Sachsen engagieren sich rund 500 Patenschaftszahnarzt*innenpraxen sowie zahnärztliche Dienste in mehr als 3.400 Einrichtungen für die Mundgesundheit von Kindern. Auf zahnmedizinische Maßnahmen der Gruppenprophylaxe haben Kinder seit 1989 einen gesetzlichen Anspruch. Die Maßnahmen werden überwiegend von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert. Der Freistaat Sachsen beteiligt sich mit zweckgebundenen Zuwendungen.
Quelle: Landesdirektion Sachsen (LDS) vom 24.04.2026
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