sexualisierte Gewalt
Fallstudie zu sexualisierter Gewalt in der Schule
Eine Fallstudie der Aufarbeitungskommission analysierte 133 Berichte über sexualisierte Gewalt in Schulen, meist durch Lehrkräfte verübt. Die Ergebnisse zeigen, dass Schüler*innen oft ungeschützt bleiben. Die Studie betont die Notwendigkeit, Aufarbeitung, Prävention und Intervention zu verbessern. Schätzungsweise 1-2 Kinder pro Klasse sind betroffen.
12.01.2026
Auch Schulen sind Orte, an denen Kinder und Jugendliche sexualisierte Gewalt erfahren. Die Aufarbeitungskommission hat in einer Fallstudie 133 Berichte und Anhörungen von Betroffenen und Zeitzeug*innen zum Kontext Schule ausgewertet. Die meisten von ihnen berichteten über Lehrkräfte als Tatpersonen.
In vielen dieser Fälle wird deutlich, dass die Schüler*innen weder durch Lehrkräfte oder anderes schulisches Personal geschützt wurden. Die Studie zeigt auf, wie die Aufarbeitung, Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt an Schulen verbessert werden kann.
Die Schule ist ein zentraler Ort für Kinder und Jugendliche. Sie prägt ihren Bildungsweg, ihre persönliche Entwicklung und kann zudem ein wichtiger Rückzugs- und Schutzraum sein. Die Pflicht zum Schulbesuch ist gesetzlich verankert. Daraus entsteht eine besondere Schutzverantwortung für alle Schüler*innen. Schätzungsweise sind 1-2 Kinder pro Schulklasse von sexualisierter Gewalt betroffen – oft mit schwerwiegenden biografischen und beruflichen Folgen. In der Schule könnten sie Personen vorfinden, denen sie sich anvertrauen und Unterstützung erhalten.
Schule kann aber auch zum Tatort werden, wenn Kindern und Jugendlichen sexualisierte Gewalt durch Lehrkräfte, anderes schulisches Personal oder Mitschüler*innen angetan wurde. Deshalb hat die Aufarbeitungskommission 2021 Menschen mit einer Kampagne aufgerufen, in einer vertraulichen Anhörung oder einem schriftlichen Bericht zu schildern, wie sie sexualisierte Gewalt in der Schule erlebt haben.
Quelle: Deutscher Präventionstag (DPT) vom 13.12.2025
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