Tag der Jugend
DKJS fordert echte Beteiligung junger Menschen
Junge Menschen fühlen sich laut Teilhabeatlas 2025 und SINUS Jugendstudie 2024 oft nicht ernst genommen. Am Tag der Jugend (12.08.) fordert die DKJS mehr Mitbestimmung: Nur 10,1 % der Bevölkerung sind jung (Statistisches Bundesamt 2024). Das Programm VoiceUp! zeigt: Jugendliche wünschen sichere Treffpunkte, Dialog mit Politik und echte Beteiligung.
25.08.2025
Studienergebnisse zeigen konstant: Junge Menschen fühlen sich nicht ernst genommen. Es fehlen echte Beteiligungsformate, die ihnen Mitsprache und Mitbestimmung auf Augenhöhe ermöglichen (vgl. Teilhabeatlas 2025, SINUS Jugendstudie 2024).
Der Tag der Jugend am 12. August ist erneut ein Anlass, Politik und Gesellschaft aufzufordern, jungen Menschen zuzuhören und sie aktiv an Entscheidungen zu beteiligen. Junge Menschen sind in der Minderheit (10,1 % der Gesamtbevölkerung, Statistisches Bundesamt 09.08.2024). In einigen Regionen Deutschlands ist nur jede fünfte Person unter 25 Jahre alt. Umso wichtiger ist es, junge Menschen und ihre Ideen einzubeziehen und ihnen Mitspracherechte einzuräumen, nur so können wir Kinder und unsere Demokratie heute und in Zukunft stärken.
Junge Stimmen stark machen
Dass Jugendliche selbst aktiv sein wollen, zeigt auch das Beteiligungsprogramm VoiceUp! der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS). In bundesweiten analogen wie digitalen Veranstaltungen äußern junge Menschen ihre Anliegen, Ideen und Wünsche und tauschen sich mit politischen Entscheidungsträger*innen aus.
„Was mir besonders in Erinnerung bleibt, sind die Räume, die sich junge Menschen wünschen – Räume, die sie frei gestalten, in denen sie sich treffen und austauschen können“, sagt Eva Kleinau von der Koordinierungsstelle Kommunale Prävention der Stadt Gelsenkirchen, die Jugendliche bei einer Ideenwerkstatt traf.
Was Jugendliche wirklich wollen – Wünsche und Botschaften
Deutlich werden bei diesen Veranstaltungen die Herausforderungen, aber auch Lösungsansätze der jungen Menschen: Sie wünschen sich sichere Orte zum Treffen, weniger Gewalt und mehr Miteinander, günstige Freizeitangebote und Gespräche mit der Politik auf Augenhöhe. Insgesamt zeigen die VoiceUp!-Ergebnisse, wie schwer es für junge Menschen ist, sich mitzuteilen – gleichzeitig bringen sie jedoch konstruktive Ideen und Forderungen für eine bessere Gesellschaft ein:
„Ich würde gern mit dem Bürgermeister reden, damit es keine Prügelei mehr gibt und wir hier friedlich leben können.“
– Julian
„Es ist einfach schwer, seine Meinung zu äußern, ohne dass es dann eskalativ wird.“
– Jordan
„Direkter Austausch ist superwichtig, weil es vor allem Vertrauen in uns auslöst.“
– Paul
„Ich wünsche mir mehr Freundlichkeit.“
– Lisa
„Wir erleben junge Menschen, die sich wirklich Gedanken machen, sehr gute Ideen haben und vor allem etwas bewegen wollen – wenn man sie lässt. Dieses Potenzial dürfen wir als Gesellschaft nicht verlieren.“
– Peggy Eckert, DKJS-Expertin für Demokratiebildung
Vier politische Forderungen für Beteiligung
Die DKJS fordert deshalb: Politik muss junge Menschen ernst nehmen, ihnen zuhören – und sie konsequent einbinden. Die Bildungsstiftung setzt sich deshalb dafür ein, Demokratiebildung und Kinder- und Jugendbeteiligung durch folgende Maßnahmen verbindlich, wirksam und bundesweit zu stärken:
- Die Kinderrechte müssen im Grundgesetz verankert werden.
- Kinder- und Jugendbeteiligung muss strukturell und auf allen Ebenen umgesetzt werden.
- Demokratieförderung muss Orte der politischen Bildung und des Demokratielernens und -lebens absichern.
- Gute Kinder- und Jugendarbeit ist nicht verhandelbar und muss über den Bundeshaushalt langfristig gesichert und in längerfristigen Förderungen verankert sein.
Den vollständigen VoiceUp!-Bericht findet sich hier zum Download. Weitere Eindrücke gibt es auf dem Instagram-Kanal des Programms.
Informationen zum Teilhabeatlas stehen hier zur Verfügung.
Die DKJS vermittelt gerne Hintergrundgespräche mit ihren Expert*innen.
Über VoiceUp!
Die Initiative VoiceUp! der DKJS befragt regelmäßig Kinder und Jugendliche, was sie bewegt – bei Veranstaltungen, in persönlichen Befragungen sowie online und in Formaten, die den Dialog zwischen den Generationen fördern. www.voiceup-dkjs.de
Über die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung
Jedem Kind ein Hier, ein Jetzt und eine Zukunft: Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) setzt sich dafür ein, dass junge Menschen in unserem Land gut aufwachsen können und eine demokratische Kultur des Miteinanders erleben und erlernen. Mit ihren Programmen und Projekten stößt die DKJS gemeinsam mit Partnern aus Bildung, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft Veränderungsprozesse an. www.dkjs.de
Quelle: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) vom 12.08.2025
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