Offener Brief
Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen schützen
In einem Offenen Brief beschreiben Sachkundige aus der Psychologie, der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie sowie der Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie die Auswirkungen der Pandemie auf die Gesundheit der jungen Menschen. Sie fordern, dass die gegenwärtig erhebliche Not dieser Generation endlich Gehör finden muss.
29.04.2021
Schulen und Kindertagesstätten sind weitestgehend geschlossen, Freizeiteinrichtungen im Rahmen von Sport und Kultur bereits seit November 2020 nicht zugänglich. Auch im privaten Bereich können kaum Kontakte zu Gleichaltrigen aufrechterhalten werden: die Auswirkungen der Pandemie sind für Kinder und Jugendliche massiv. In Stichpunkten werden sie im Offenen Brief aufgeführt, außerdem wird betont, dass sich die Probleme über alle Altersgruppen hinweg zeigten.
Wir können Kinder- und Jugendliche unterstützt werden?
Aus den Erfahrungen des beruflichen Alltags fordern Mitarbeitende in Kinder- und Jugendpsychiatrien, psychotherapeutischen (Hoch-schul-)Ambulanzen für Kinder und Jugendliche und in (schul-)psychologischen Beratungs- und Frühförderstellen, Fachberatende sowie Kinder- und Jugendlichentherapeut(inn)en als Unterzeichnende des Offenen Briefes:
- Ein Gremium, das sich explizit mit der vulnerablen Gruppe der Kinder und Jugendlichen befasst und ihre Stimmen direkt miteinbezieht. Die Schülervertretungen zeigen sich in diesem Punkt gut organisiert und eigeninitiativ.
- Sichere Öffnung von Kitas und Schulen entsprechend der aktualisierten Vorschläge der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie und der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene. Dies ist insbesondere deshalb wichtig, weil sich das Ende der Pandemie noch nicht abzeichnet. Hier braucht es jetzt dringend Konzepte, wie der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden kann.
- Eine personelle Verstärkung in der Jugendhilfe und in den Jugendämtern. Modellhaft kann das Jugendamt des Kreises Offenbach herangezogen werden, wo eine Task Force eingerichtet wurde, um Familien enger zu begleiten und Gefährdungen von Kindern und Jugendlichen zu verringern.
- Das Ermöglichen von pandemiegerechten Freizeitangeboten (z.B. Sportkurse, Jugendtreffs, die im Freien stattfinden).
- Förderung und Ausbau einzel- und gruppenpädagogischer Angebote zur Bearbeitung der pandemiebedingten psychosozialen Belastungen und Prävention vor weiterer Chronifizierung.
- Einen niedrigschwelligen Zugang zu unterstützenden, langfristig angesetzten psychosozialen Angeboten, die nach Bedarf auch aufsuchend stattfinden.
Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sei ein fundamentaler Baustein der Zukunft unserer Gesellschaft, heißt es am Ende des Offenen Briefes. Die gegenwärtig erhebliche Not dieser Generation müsse endlich Gehör finden.
Der vollständige Inhalt des Offenen Briefes steht online zur Verfügung.
Termine zum Thema
-
16.04.2026
Und wer fragt mich? 3.0 Unterstützung für Kinder psychisch kranker Eltern gestalten - Finanzierung & fachliche Aspekte von SGB-übergreifenden komplexen Gemeinschaftsleistungen
-
07.05.2026
Grundqualifizierung des Projektes "SCHNITTSTELLE.JUGEND - Fachkräfte an der Schnittstelle von psychischer Gesundheit und Radikalisierungsprävention stärken"
-
07.05.2026
Nachhaltig durch den Kita-Alltag: Gesund, bewegt und klimabewusst!
-
18.05.2026
Jugend-, Pop- und Subkulturen heute – Bestandsaufnahmen und Potentiale für die soziale Arbeit
-
08.06.2026
Kinder von Inhaftierten
Materialien zum Thema
-
Broschüre
Wie ein grünes Schaf in einer weißen Herde – Lebenssituationen und Bedarfe von jungen Trans*-Menschen in Deutschland
-
Anleitung / Arbeitshilfe
Leitfaden für trans* Kinder und Jugendliche
-
Artikel / Aufsatz
Policy Brief - Soziale Teilhabe von Jugendlichen in stationären Jugendhilfe-Einrichtungen in Zeiten von Pandemien ermöglichen
-
Zeitschrift / Periodikum
AFET-Fachzeitschrift Dialog Erziehungshilfe 3-2025
-
Bericht / Dokumentation
Kinder- und Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie - Tagungsdokumentation
Projekte zum Thema
-
MUTPraxis
Traumapädagogische Stabilisierung und psychosoziale Prävention im pädagogischen Alltag (MUTPraxis)
-
Universität Münster (JuPa-Quali)
JuPa - Soziale Teilhabe von Jugendlichen in stationären Jugendhilfe-Einrichtungen und Pflegefamilien in Zeiten von Pandemien ermöglichen
-
NACOA Deutschland e.V. und Drogenhilfe Köln gGmbH
Hilfen im Netz
-
Medienwerkstatt Potsdam im fjs e.V.
Potsdamer Kinder- und Jugendportal „Hast'n Plan“
-
Schulen
Bewegungs-Pass an Grundschulen
Institutionen zum Thema
-
Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe
ProMädchen Mädchenhaus Düsseldorf e.V. - Anonyme Zuflucht
-
Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe
Generation Interkulturelle Jugend u. Familienhilfe
-
Stiftung / Fördereinrichtung
GOLDKIND – Stiftung für Kinder aus dysfunktionalen Familien gGmbH
-
Außeruniversitäre Forschungs-/Serviceeinrichtung
Institut für pädagogische Bildung
-
Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe
Berlin-Brandenburgische Landjugend e.V.