Inklusion

Deutscher Verein: Inklusion geht nur gemeinsam

„Inklusion bedeutet mehr als Rollstuhlrampen oder Fahrstühle. Um echte Teilhabe im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention zu ermöglichen, müssen Menschen selbstbestimmt entscheiden können, ob sie in einer eigenen Wohnung leben, im ersten Arbeitsmarkt tätig sein oder eine Regelschule besuchen wollen“, sagt Michael Löher, Vorstand des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V., anlässlich des Tages der Menschen mit Behinderung.

30.11.2012

Voraussetzung sei ein sogenannter inklusiver Sozialraum, der neben Barrierefreiheit und Kultursensibilität, Gleichbehandlung, die Partizipation an Planungs-, Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen sowie die umfassende Teilhabe ermöglicht. „Ein inklusiver Sozialraum ist ein Gewinn für alle Bürgerinnen und Bürgern, nicht nur für Menschen mit Behinderung“, ergänzt Löher.
 
Der Auf- und Ausbau von inklusiven Sozialräumen liegt in der Hand der Kommunen. Viele Kommunen haben die Aufgabe der Koordination und Bündelung der Verantwortung unter anderem durch die Erstellung von Aktionsplänen bereits wahrgenommen. Unterstützung erhalten sie durch die, vom Deutschen Verein erarbeiteten Eckpunkte für einen inklusiven Sozialraum. Wichtig sei, Inklusion als Querschnittsaufgabe zu begreifen und kommunale Verwaltungsstrukturen inklusiv auszurichten. Sämtliche Vorhaben und Prozesse auf örtlicher Ebene müssen dazu auf ihre inklusionsfördernden und -hemmenden Aspekte überprüft werden. Für eine solche Prüfung empfiehlt der Deutsche Verein den gemeinsam mit der Montag Stiftung herausgegebenen „Kommunalen Index für Inklusion“, der mit einem umfangreichen Fragenkatalog praxisnah Hilfestellungen gibt.
 
Weitere Informationen zur Inklusion:

Quelle: Deutscher Verein vom 30.11.2012

Redaktion: Anneli Starzinger

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