Bewegung
Deutsche Sportjugend als Sachverständige bei der Kinderkommission
Die Deutsche Sportjugend (dsj) trat als Sachverständige vor der Kinderkommission des Bundestags auf, um die Bedeutung von Bewegung, Sport und sozialer Teilhabe für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu betonen. Vorsitzender Stefan Raid und Vorstandsmitglied Julian Lagemann forderten politische Maßnahmen, um Bewegung in allen Lebensbereichen junger Menschen zu fördern.
16.03.2026
Die Deutsche Sportjugend (dsj) war am Mittwoch, den 25. Februar 2026, als Sachverständige in die Kinderkommission des Deutschen Bundestags eingeladen, um die Bedeutung von Bewegung, Sport und sozialer Teilhabe für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu erläutern. Im Mittelpunkt der Anhörung standen die aktuellen Belastungen junger Menschen sowie konkrete Ansätze zur Stärkung ihrer mentalen Gesundheit durch Musik, Kunst, Sport und soziale Teilhabe.
„Die Einladung in die Kinderkommission des Deutschen Bundestages zeigt, welche zentrale Rolle die Deutsche Sportjugend als Stimme junger Menschen im Sport einnimmt. Wir bringen unsere Expertise dort ein, wo politische Entscheidungen fallen – und setzen uns mit Nachdruck dafür ein, dass Bewegung, Teilhabe und mentale Gesundheit fest auf die politische Agenda gehören.“,
so Stefan Raid, Vorsitzender der Deutschen Sportjugend.
Julian Lagemann, Vorstandsmitglied der dsj, stellte zentrale Ergebnisse der MOVE-Studie vor und betonte:
„Die Hälfte der jungen Menschen ist bereits im Sport aktiv. Das ist gut, denn Kinder und Jugendliche, die aktiv sind, haben weniger Sorgen, eine höhere Lebenszufriedenheit und einen besseren allgemeinen Gesundheitszustand. Wir müssen aber mehr erreichen und Zugangsbarrieren abbauen.”
Die dsj appellierte daher an die Politik, strukturelle Voraussetzungen für mehr Bewegung im Alltag junger Menschen zu schaffen. Sport und Bewegung müssten selbstverständlicher Bestandteil aller Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen werden – von der frühen Kindheit bis ins Jugendalter.
Lagemann forderte:
„Was es jetzt braucht, ist politisches Engagement dafür, dass alle Kinder und Jugendlichen die Potenziale von Bewegung und Sport erfahren können. Jeder Ganztag muss ein bewegter Ganztag sein, jede Kita eine Bewegungskita – und wir brauchen starke Netzwerke aus Sportvereinen, Kitas, Schulen und Jugendzentren für eine bewegte Kindheit.“
Die Deutsche Sportjugend sieht in der engen Zusammenarbeit von Bildung, Jugendhilfe, Kultur und organisiertem Sport große Chancen, um junge Menschen ganzheitlich zu stärken. Bewegung, Gemeinschaft und Teilhabe leisten dabei einen unverzichtbaren Beitrag zur psychischen Stabilisierung und zu guten Entwicklungsbedingungen.
Quelle: Deutsche Sportjugend (dsj) vom 26.02.2026
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