Freiwilliges Engagement

Bayern will Koordinierungszentren für Bürgerschaftliches Engagement flächendeckend ausbauen

Das Land Bayern will das Engagement-Potenzial seiner Bevölkerung zukünftg besser erschließen.

28.06.2011

"Bürgerschaftliches Engagement ist aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken und wird in Zukunft immer wichtiger. Unsere Gesellschaft wird immer älter, unsere jungen Menschen zieht es zudem immer häufiger in die Ballungsräume - allein deshalb rückt gerade im ländlichen Raum Bürgerschaftliches Engagement als Stützpfeiler unserer Gesellschaft immer mehr in den Mittelpunkt. Bereits im Jahr 2009 habe ich alle gesellschaftlichen und politischen Akteure an einen Tisch geholt, um die Weichen für die Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements in Bayern zu stellen. Es freut mich sehr, dass unser erarbeitetes Grundsatzpapier nun in der bayerischen Engagementpolitik Niederschlag finden wird und wir die Früchte unserer Arbeit ernten können", erklärte Bayerns Sozialstaatssekretär Markus Sackmann heute in München mit Blick auf den Staatsempfang zum Europäischen Jahr des Ehrenamtes heute in Berg.

Sackmann kündigte an, die im Jahr 2010 begonnene flächendeckende Einführung von Koordinierungszentren für Bürgerschaftliches Engagement vorrangig im strukturschwachen ländlichen Raum nun über den ländlichen Bereich hinaus auszudehnen. "Damit können wir künftig sicherstellen, dass jeder Engagementinteressierte in Bayern seine Anlaufstelle vor der Haustür hat. Nach dem aktuellen Freiwilligensurvey sind 39 Prozent der Menschen in Bayern interessiert, sich ehrenamtlich zu engagieren. Dieses Potential müssen wir nutzen - und möglichst schon bei unseren jungen Menschen ansetzen! Denn wer sich schon in der Jugend engagiert, bleibt meist ein Leben lang dabei! Wichtig ist deshalb, dass wir Ansprechpartner für Bürgerschaftliches Engagement in den Schulen installieren, um den Einstieg für junge Menschen leichter zu machen. Aber auch die zeitliche Vereinbarkeit von Schule und Engagement muss verbessert werden. Hierüber werde ich demnächst mit dem Bayerischen Kultusminister reden", so Sackmann.

Aber auch bei bayerischen Unternehmen gäbe es noch Potential. "Soziales Engagement ist ein Aushängeschild für jedes Unternehmen. Insoweit sehe ich aber noch Verbesserungspotential. Ich werde deshalb verstärkt bei unseren Betrieben für noch mehr Engagement werben. Denn jeder weiß: Die Herausforderungen der Zukunft können wir nur gemeinsam lösen - und von der Freiwilligentätigkeit profitieren unsere Unternehmen und die Freiwilligen gleichermaßen", so der Staatssekretär abschließend.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen

Redaktion: Ilja Koschembar

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