Freiwilliges Engagement

Stolz: „Aktivsein bereichert das eigene Leben und das der Gemeinschaft“

Jeder dritte Bürger in Deutschland, aber fast jeder zweite Baden-Württemberger und jede zweite Baden-Württembergerin engagieren sich freiwillig und unentgeltlich. „Dieses freiwillige Engagement ist für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft wertvoller denn je“, betonte Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz heute zum Internationalen Tags des Ehrenamtes am 05. Dezember.

04.12.2009

Als wichtige Bereiche, in denen bürgerschaftliches Engagement unverzichtbar ist, nannte die Ministerin beispielhaft die Integration von Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern, das Zusammenwirken und Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen, die Unterstützung junger Menschen bei Bildung und Ausbildung sowie das Generationen übergreifende Miteinander. „Die nachbarschaftliche Verantwortung füreinander gerade in den genannten Bereichen ist Voraussetzung für ein friedliches und gedeihliches Zusammenleben in der Gesellschaft“, sagte Ministerin Stolz und fügte hinzu: „Wir werden die Herausforderungen der Zukunft, die sich uns auch als Konsequenz der demografischen Entwicklung stellen, nur gemeinsam bewältigen, in einer Verantwortungsteilung von Staat, Wirtschaft und Bürgergesellschaft.“

Immer mehr Bürgerinnen und Bürger stellten sich bewusst dieser Verantwortung. Das nicht allein auf dem sozialen Sektor im engeren Sinne, sondern im Sport, in der Kultur, im Bemühen um den Erhalt einer intakten Umwelt. „Bürgerschaftliches Engagement prägt entscheidend unser tägliches Leben“, erläuterte Ministerin Stolz. „Nahezu alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens, werden vom ehrenamtlichen und bürgerschaftlichen Engagement getragen.“ Die Engagierten selbst profitieren vom Einsatz für die Gemeinschaft. „Durch das Engagement öffnen sich neue Horizonte. Menschen unterschiedlicher Herkunft kommen zusammen, Freundschaften bilden sich neu. Aktivsein bereichert und hält erwiesenermaßen länger fit und gesund“, sagte Stolz. Damit trage das freiwillige und frei gewählte Engagement ganz entscheidend zur Lebensqualität in einem umfassenden Sinne bei.

Die baden-württembergische Landesregierung unterstütze das bürgerschaftliche Engagement durch aufeinander abgestimmte Instrumente und Maßnahmen, führte die Ministerin weiter aus. Dazu gehören vor allem die Fachberatung von Kommunen und örtlichen Anlaufstellen für Bürgerengagement in enger Kooperation mit den kommunalen Spitzenverbänden und den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege, die Qualifikation von Bürgermentorinnen und Bürgermentoren sowie die Vernetzung durch gegenseitige Information anhand einschlägiger Publikationen und Veranstaltungen. Die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements genieße im Land einen hohen Stellenwert. Trotz angespannter Haushaltslage werde sich das Land auch weiterhin an der Festigung und am Ausbau unterstützender Rahmenbedingungen beteiligen.

Quelle: Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren Baden-Württemberg

 

Redaktion: Ilja Koschembar

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