Deutsches Schulbarometer

Sorge um soziale Kompetenz der Generation ChatGPT

Deutschlands Lehrkräfte sehen den Einfluss von generativer Künstlicher Intelligenz (KI) im Klassenzimmer kritisch. Laut Schulbarometer der Robert Bosch Stiftung befürchten sie vor allem negative Folgen für soziale Kompetenzen und kritisches Denken. Zugleich fehlt es vielen an Sicherheit im Umgang mit KI-Tools.

21.07.2025

Eine repräsentative Studie der Robert Bosch Stiftung wirft erstmals ein Schlaglicht auf Künstliche Intelligenz (KI) im Klassenzimmer: Lehrkräfte fühlen sich im Umgang mit KI-Tools unsicher und fürchten negative Auswirkungen bei den sozialen und kommunikativen Fähigkeiten ihrer Schüler*innen. Die Hauptbelastungen der Lehrkräfte im Schulalltag bleiben herausforderndes Verhalten von Schüler*innen und Zeitmangel. Jede zweite Lehrkraft wünscht sich mehr Demokratiebildung, doch die Umsetzung scheitert häufig an Zeitmangel oder Angst vor Konflikten.

Deutschlands Lehrkräfte blicken skeptisch auf den Einfluss Künstlicher Intelligenz (KI) im Klassenzimmer. Die Mehrheit erwartet durch Chatbot-Anwendungen wie ChatGPT überwiegend negative Auswirkungen auf ihre Schüler*innen. Besonders gefährdet sehen sie soziale und kommunikative Fähigkeiten (61 Prozent) sowie das kritische Denkvermögen (60 Prozent). Gleichzeitig erkennen ebenso viele das Potenzial für personalisiertes Lernen (57 Prozent). Dies geht aus dem veröffentlichten Deutschen Schulbarometer der Robert Bosch Stiftung GmbH hervor. Die repräsentative Studie offenbart zudem deutliche Defizite im Umgang mit KI: 62 Prozent der Lehrkräfte fühlen sich demnach unsicher, ein Drittel hat KI-Tools im vergangenen Jahr beruflich gar nicht genutzt. Wer sie einsetzt, nutzt sie vor allem zur Aufgabenerstellung (58 Prozent) und Unterrichtsplanung (56 Prozent), seltener zur Leistungsbewertung (6 Prozent) oder Analyse von Lerndaten (3 Prozent).

Quelle: Deutscher Präventionstag vom 07.07.2025

Redaktion: Celine Richter