Ernährung
Niederländische Lebensmittelbranche verzichtet auf Werbung für Kinder
In den Niederlanden ist seit Februar 2026 Werbung für Lebensmittel an Kinder unter 13 Jahren verboten. Für 13- bis 16-Jährige sind nur Werbungen für Produkte erlaubt, die strenge Nährwertkriterien erfüllen. Ziel ist die Förderung eines gesünderen Lebensstils, da weltweit jedes fünfte Schulkind übergewichtig ist. Hauptursache sind hochverarbeitete Lebensmittel, die durch gezieltes Marketing beworben werden.
14.04.2026
Verboten ist jetzt generell alle Lebensmittelwerbung für unter 13-Jährige. Bei 13- bis 16-Jährigen dürfen nur noch Produkte beworben werden, die bestimmte Nährwertkriterien erfüllen, was hochverarbeitete Lebensmittel wie Energy-Drinks, Süßigkeiten und Pizza ausschließt.
Jedes fünfte Schulkind, jeder fünfte Jugendliche ist übergewichtig. Laut einem UN-Bericht gibt es bei den 5- bis 14-Jährigen erstmals mehr übergewichtige als untergewichtige Kinder. Insgesamt sind weltweit 391 Millionen Kinder betroffen. Übergewicht kann zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes führen, zu sozialer Ausgrenzung und Depressionen. Haupttreiber sind hochverarbeitete Lebensmittel und Getränke. Im Hinblick auf Kinder werden sie von der Lebensmittelindustrie mit zielgerichtetem, zunehmend digitalem Marketing beworben. Dies hat weltweit Einfluss auf die ungesunde Ernährung von Kindern und Jugendlichen.
Das niederländische Werbeverbot hat zum Ziel, zu einem gesünderen Lebensstil von Kindern und Jugendlichen beizutragen. Es gilt seit Februar 2026, offline wie online, und es bezieht auch ein Werbeverbot in der Nähe von Schulen und Kindertagesstätten ein. Letztlich ist das Zusammenspiel vieler Faktoren nötig, damit mehr Kinder Zugang zu gesunden Lebensmitteln haben. Dazu gehören ein umfassender Sozialschutz für Familien, die Erschwinglichkeit gesunder Nahrung und Initiativen, die das Ernährungsbewusstsein schärfen. Aber eben auch ein strengerer Werbekodex für hochverarbeitete Lebensmittel. Werbeverbote wie sie die Niederlande oder auch Großbritannien und Norwegen umsetzen, sind ein guter Schritt in Richtung Übergewicht-Prävention.
Quelle: SOS-Kinderdörfer weltweit vom 18.03.2026
Termine zum Thema
-
19.10.2026
Medikamenten-Führerschein
-
17.11.2026
Basisschulung - Kinderschutz & Kindeswohlgefährdung
-
17.12.2026
Ernsthaft heiter – Humor für Menschen in der sozialen Arbeit
-
27.01.2027
Inklusiver Kinderschutz - Kinder mit Beeinträchtigungen ganzheitlich im Schutzauftrag denken
-
29.01.2027
Häusliche Gewalt
Materialien zum Thema
-
Podcast
Sportlich, sicher im Netz. Vom Screen zum Team.
-
Anleitung / Arbeitshilfe
Kartenset Sexuelle Bildung
-
Anleitung / Arbeitshilfe
Praxisleitfaden „Das erweiterte Erziehungsprivileg – Jugendschutzrelevante Medien in der Kinder- und Jugendarbeit rechtssicher einsetzen“
-
Zeitschrift / Periodikum
AFET-Fachzeitschrift Dialog Erziehungshilfe
-
Anleitung / Arbeitshilfe
Dossier 2/2026 »Jugendschutz in Leichter Sprache«
Projekte zum Thema
-
Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Nordhein-Westfalen e.V.
Elterntalk in NRW
-
MUTPraxis
Traumapädagogische Stabilisierung und psychosoziale Prävention im pädagogischen Alltag (MUTPraxis)
-
Schulen
Bewegungs-Pass an Grundschulen
-
Hoschule für Soziale Arbeit – Fachhochschule Nordwestschweiz
Hausbesuche im Kindes- und Erwachsenenschutz in der Schweiz
-
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Medizinische Kinderschutzhotline
Institutionen zum Thema
-
Sonstige
Öffentlicher Gesundheitsdienst
-
Sonstige
Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW e.V.
-
Fort-/Weiterbildungsanbieter
Kindernothilfe e.V.
-
Verband / Interessenvertretung
AWO Bundesverband e.V.
-
Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe
LIMAN - Kinder-, Jugend- und Familienhilfe