Bildungspolitik

Mehr Talente fürs Studium gewinnen

Im Vordergrund ist eine junge Studierende zu sehen. Im Hintergrund sitzen andere junge Frauen beim Lernen.

Die Hochschule Osnabrück will Wege ins Studium für alle Qualifizierten ebnen – unabhängig von deren sozialer Situation: Auch Kinder aus Nichtakademiker-Familien oder Flüchtlinge sollen ihre Chance auf ein Studium nutzen können. Dazu ist jetzt die zweite Projektphase "Erfolgreich ins Studium!" gestartet.

17.09.2015

Die niedersächsische Landesregierung will die Bildungschancen von Kindern aus Nichtakademiker-Familien und von Flüchtlingen erhöhen. Dazu fördert das Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) mit drei Millionen Euro sechs Projekte an Fachhochschulen, die diesen Zielgruppen den Einstieg ins Studium erleichtern. Darunter ist auch das Projekt "Erfolgreich ins Studium!" der Hochschule Osnabrück, das bereits 2014 gestartet ist. Nun geht es in die zweite Phase. Bis Ende 2018 stellt das MWK für das Folgeprojekt rund 600.000 Euro zur Verfügung.

Zum Auftakt der zweiten Projektrunde trafen sich am 11. September auf Einladung der Projektleiterin, Prof. Barbara Schwarze, Vertreterinnen und Vertreter regionaler Kooperationspartner und der Politik zum Erfahrungsaustausch. Die MWK-Referentin Dr. Katja Kohrs informierte die Tagungsteilnehmer über das FH-Entwicklungsprogramm, mit dem Niedersachsen die staatlichen Fachhochschulen in deutschlandweit einmaliger Form fördert. Im Zuge dieses Programms wurden 3.400 dauerhaft finanzierte zusätzliche Studienplätze geschaffen.

Doch die Studierendenzahl soll nicht nur ausgeweitet werden – das Ministerium will weiteren Bevölkerungsschichten Wege zum Studium öffnen. Denn im EU-Vergleich schneide Deutschland recht schlecht ab: Nach neuesten Studien kommen bundesweit nur knapp ein Viertel aller Studierenden aus Nichtakademiker-Familien. Neben der "Gerechtigkeitsfrage" spielt hier auch ein volkswirtschaftlicher Aspekt eine Rolle: "Bei derzeitigem Fachkräftemangel – gerade im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich – können wir es uns schlichtweg nicht leisten, auf Talente zu verzichten“, betonte der Vizepräsident für Studium und Lehre der Hochschule Osnabrück, Prof. Dr. Alexander Schmehmann. Deshalb stehe im Osnabrücker Projekt vor allem der MINT-Bereich im Fokus, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Weitere Informationen auf der <link http: www.mwk.niedersachsen.de aktuelles presseinformationen bildungschancen-fuer-fluechtlinge-hochschulen-oeffnen-wege-ins-studium--136488.html _blank external-link-new-window des nds. ministerium für wissenschaft und>Webseite der Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Quelle: Hochschule Osnabrück vom 16.09.2015.

Redaktion: Svenja Karrenstein

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