Inklusion
Mehr Schutz von Kindern mit Behinderung im Sport
Der Schutz von Kindern vor Gewalt und Missbrauch ist in allen Sportvereinen eine wichtige Aufgabe. Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung benötigen jedoch besonderen Schutz. Die Kindernothilfe begleitet drei Vereine bei der Entwicklung eines Kinderschutzkonzeptes, in dem die Bedürfnisse von Menschen mit einer Behinderung besonders berücksichtigt werden.
10.04.2026
Um Kinder und Jugendliche mit Behinderung im Sport wirksam zu schützen, ist es wichtig, ihre spezifischen Bedürfnisse zu verstehen. Sie benötigen im Trainingsalltag oft mehr Unterstützung. Dadurch sind sie verletzlicher gegenüber Missbrauch und übergriffigem Verhalten. Vereine können Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung schützen, indem sie ein individuelles Kinderschutzkonzept mit besonderem Blick auf Inklusion entwickeln.
Die Kindernothilfe begleitet drei Sportvereine bei der Entwicklung eines solchen Schutzkonzepts. Gemeinsam mit dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) wurden die Ibbenbürener Kickers, der FSV Gerlingen und der Hammer SpVg für die Teilnahme ausgewählt.
Unterstützt wird die Kindernothilfe von der Postcode Lotterie, die das Projekt mit 30.000 Euro fördert. Katja Diemer, Head of Charities bei der Postcode Lotterie unterstreicht:
„Wir freuen uns sehr, dieses wichtige Projekt dank unserer Teilnehmenden unterstützen zu können. Denn jedes Kind hat ein Recht auf Schutz, Teilhabe und faire Rahmenbedingungen, insbesondere auch im Sport. Dass die Kindernothilfe Sportvereine dabei unterstützt, Inklusion und Kinderschutz strukturell zu verankern, ist ein bedeutender Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit im Sport und darüber hinaus.“
Niklas Alof, Leitung des Bereichs "Kinderrechte und Sport" bei der Kindernothilfe, betont:
„Alle Kinder und Jugendlichen haben das Recht, vor Gewalt im Sportverein geschützt zu sein. Wir freuen uns, dieses Ziel mit Unterstützung der Postcode Lotterie weiter verfolgen zu können.“
Die Kindernothilfe unterstützt seit mehr als 65 Jahren weltweit Kinder in schwierigen Lebensbedingungen. Seit 2019 berät sie auch Sportvereine in Bezug auf Kinderrechte und Kinderschutz. Weitere Infos unter www.kindernothilfe.de/sports
Quelle: Kindernothilfe e.V. vom 16.03.2026
Termine zum Thema
-
21.05.2026
Sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen mit Behinderung - Prävention und Intervention
-
02.06.2026
Kinderrechte leben – Kinderschutz stärken. Impuls (3/4) „Kinderschutz in Pflegeverhältnissen“
-
08.06.2026
Basisschulung - Kinderschutz & Kindeswohlgefährdung
-
17.06.2026
Safer Spaces and Participation in Cultural Education ‒ A European Conference on Child Safeguarding Policies
-
18.06.2026
„Abenteuer wagen ...“ – erlebnisorientierte Angebote in der sozialen Arbeit
Materialien zum Thema
-
Stellungnahme / Diskussionspapier
Stellungnahme der BAG ÖRT zum Referentenentwurf des Ersten Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetz (1. KJHSRG-E)
-
Anleitung / Arbeitshilfe
Evi:P - Evaluationsinstrument für eine partizipative und inklusive Praxis in der Kindertagesbetreuung
-
Stellungnahme / Diskussionspapier
Zwischenruf zur Stärkung der Strukturen zur Selbstvertretung gem. § 4a SGB VIII (auch) auf Bundesebene
-
Podcast
"Das Erinnerungs-DING"
-
Webangebot / -portal
Materialpaket - Kinderrechte weltweit
Projekte zum Thema
-
Landesjugendring Berlin e.V.
Zusammen SEIN – Inklusion in Berliner Jugendverbänden
-
Kinderschutz und Kinderrechte in der digitalen Welt
-
41Campus gGmbH
SEI DABEI – Werde GameChanger – Neue Runde startet
-
Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg e. V.
Fugees-Akademie
-
Deutsche Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel
DAS GROSSE KINDERRECHTE-SPIEL
Institutionen zum Thema
-
Fort-/Weiterbildungsanbieter
AMYNA e.V. - Schutz von Mädchen* und Jungen* vor sexueller Gewalt
-
Verband / Interessenvertretung
Bundesverband für Kindertagespflege e.V.
-
Fort-/Weiterbildungsanbieter
Kindernothilfe e.V.
-
Verband / Interessenvertretung
Kinder- und Jugendinteressenvertretung Hessen
-
Oberste Landesjugendbehörde
Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstsein