Studienkompass
Mehr Chancengerechtigkeit bei der beruflichen Orientierung

Das gemeinnützige Förderprogramm Studienkompass bietet individuelle und intensive Unterstützung bei der Studien- und Berufswahl und richtet sich gezielt an junge Menschen aus nichtakademischen Familien. In diesen Wochen nimmt das Programm die oder den 5000. Teilnehmenden auf. Dieses Jubiläum wird mit verschiedenen Aktionen gefeiert, zum Beispiel einer Podcast-Reihe, die einen Blick auf unser Bildungssystem und seine Baustellen wirft.
01.09.2023
In diesen Wochen werden deutschlandweit die Teilnehmenden des neuen Studienkompass-Jahrgangs in die Förderung aufgenommen, darunter auch die oder der 5.000. Teilnehmende – ein Jubiläum, das mit verschiedenen Aktionen gefeiert wird. Alle Geförderten stammen aus nichtakademischen Familien und werden vom Studienkompass über drei Jahre lang auf dem Weg ins Studium oder in die Ausbildung unterstützt. Das Programm nimmt speziell diese Zielgruppe in den Blick, weil in Deutschland der Bildungsweg noch immer viel zu stark von der Herkunft beeinflusst wird und Chancengerechtigkeit vielfach nicht gegeben ist.
Die Zahlen haben sich in den letzten Jahren kaum verändert. Die aktuellste Studie des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft vom April 2022 zeigt: Lediglich 27 Prozent aller Nichtakademiker*innenkinder nehmen ein Studium auf. Bei den Akademiker*innenkindern sind es hingegen 79 Prozent.
Chancengerechtigkeit in den Vordergrund rücken
Das Thema Chancengerechtigkeit steht auch in einer Podcast-Reihe des Studienkompass im Vordergrund. Moderatorin Muschda Sherzada wirft mir ihren Gästen einen genauen Blick darauf, spricht mit ihnen über persönliche Erfahrungen und die Baustellen im Bildungssystem. Die ersten Folgen sind bereits veröffentlicht, folgen werden u. a. noch Gespräche mit Bundesbildungsministerin und Studienkompass-Schirmherrin Bettina Stark-Watzinger und ARD-Tagesthemen Moderatorin Aline Abboud.
Der Studienkompass möchte einen Beitrag für mehr Chancengerechtigkeit leisten: Mit einer chancengerechten Berufsorientierung in der digital geprägten Welt hilft das Programm den Jugendlichen, einen Weg zu finden, der ihren Interessen und Talenten entspricht und vermittelt ihnen wichtige Kompetenzen für die Arbeitswelt. In den drei Jahren der Förderung – zwei Jahre vor dem Abitur und das erste im Studium oder in der Ausbildung – erwarten die neuen Teilnehmenden zahlreiche Workshops, eine intensive Betreuung durch ehrenamtliche Mentor*innen sowie die Begleitung durch eine programmeigene App. Die Wirkung der Förderung ist durch eine unabhängige wissenschaftliche Begleitung belegt. Auch die vielen Alumni des Studienkompass bestätigen, wie sehr ihnen die Förderung geholfen hat. Anlässlich der Jubiläumsaktivitäten wird eine Absolvierenden-Befragung durchgeführt, die im Rahmen einer Festveranstaltung am 10. November veröffentlicht wird. „Der Studienkompass hat mir den Raum gegeben, größer zu denken, mich da zu sehen, wo ich mich sonst nie gesehen hätte“, berichtet zum Beispiel Aluma Mija aus Hamburg.
Über den Studienkompass
Der Studienkompass ist eine Initiative von Deutsche Bank Stiftung, Accenture-Stiftung, aim – Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken und Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw). Hauptförderer sind die aqtivator gGmbH, die Joachim Herz Stiftung und die Karl Schlecht Stiftung.
Förderer des Studienkompass sind: Heinz Nixdorf Stiftung, Hans Hermann Voss-Stiftung, RAG-Stiftung, Gertrud und Hellmut Barthel Stiftung, PwC-Stiftung, Bundesverband Deutscher Stiftungen & Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit „Menschen stärken Menschen“, PAI Partners, S&P Family Office, Unternehmensverbände im Lande Bremen und weitere. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger, ist Schirmherrin des Studienkompass.
Mehr Informationen finden sich auf der Website des Studienkompasses.
Quelle: Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) gGmbH vom 23.08.2023
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