Engagement
Giffey startet Akademie für Kinder- und Jugendparlamente
Kinder und Jugendliche sind Expert(inn)en in eigener Sache und wollen sich einbringen: vom Skatepark über den öffentlichen Nahverkehr bis zur Frage, wie wir in unserer Gesellschaft zusammenleben. Bundesweit engagieren sich dafür bereits 30.000 junge Menschen in mehr als 500 Kinder- und Jugendparlamenten und knapp 300 Jugendforen. Um ihre Arbeit weiter zu stärken und die Zahl der Parlamente zu verdoppeln, gibt es die neue Akademie für Kinder- und Jugendparlamente.
21.04.2021
Bundesjugendministerin Franziska Giffey:
„Junge Menschen wissen, was vor Ort los ist. Ihre Sichtweisen und Meinungen lassen sich durch keine andere Perspektive ersetzen. Deshalb ist es wichtig, Kinder und Jugendliche ernst zu nehmen und einzubeziehen. Beteiligungsmöglichkeiten wie Kinder- und Jugendparlamente sind daher sehr wertvoll. Je besser sie vor Ort verankert sind und beispielsweise von Fachkräften aus der Verwaltung unterstützt werden, je mehr sie zu entscheiden haben, umso besser werden sie wahrgenommen. Genau da setzt die neue ‚Akademie für Kinder- und Jugendparlamente‘ an. Sie zeigt, wie Beteiligung konkret funktionieren kann und vermittelt Wissen und Empowerment. Damit stellen wir heute die Weichen, um Kinder und Jugendliche auch morgen und übermorgen noch besser zu beteiligen.“
Bildungsstätten bundesweit vernetzen
Die Akademie ist ein bundesweites Netzwerk von bestehenden Bildungsstätten – mit je einem Standort in jedem Bundesland. Sie macht bedarfsgerechte Angebote der politischen Bildung für junge Menschen, die sich bereits engagieren, und möchte andere dafür begeistern mitzumachen. Die Angebote des Netzwerks richten sich auch an Fachkräfte und Kommunen zur Gründung oder Weiterentwicklung von Kinder- und Jugendparlamenten. Das vielfältige Curriculum umfasst unter anderem Seminare, Workshops und Veranstaltungen sowie Onlineangebote. Inhaltlich geht es zum Beispiel darum, wie eine Satzung entwickelt wird, Versammlungen erfolgreich geleitet oder Anträge an einen Gemeinderat gestellt werden. Zudem soll die Akademie aufzeigen, wie alle Beteiligten, Kinder, Jugendliche, aber auch die örtliche Gemeinschaft von einer stärkeren Jugendbeteiligung profitieren, und gute Beispiele bekannt machen. Die Akademie in Trägerschaft des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten (AdB) ist Teil der Initiative „Starke Kinder- und Jugendparlamente“, einer Maßnahme der Jugendstrategie der Bundesregierung. Bis Ende 2024 wird die Akademie mit insgesamt vier Millionen Euro aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes gefördert.
In einem einstündigen Livestream präsentierte Bundesjugendministerin Franziska Giffey die „Akademie für Kinder- und Jugendparlamente“:
Ausbau der Initiative „Starke Kinder- und Jugendparlamente“
Kinder- und Jugendbeteiligung zu stärken ist eine zentrale jugendpolitische Herausforderung auf allen Ebenen – von der Kommune bis zum Bund. So werden seit 2020 kommunale Kinder- und Jugendparlamente bereits durch das Projekt „Starke Kinder- und Jugendparlamente“ in Trägerschaft des Deutschen Kinderhilfswerks unterstützt. Mit der neuen „Akademie für Kinder- und Jugendparlamente“ wird die Initiative ab sofort weiter vorangetrieben.
Bundesministerium setzt Jugendstrategie konsequent mit Beteiligung junger Menschen um
Mit ihrer Jugendstrategie will die Bundesregierung die Lebensbedingungen der 14 Millionen jungen Menschen zwischen 12 und 27 Jahren in Deutschland spürbar verbessern. Unter dem Motto „In gemeinsamer Verantwortung: Politik für, mit und von Jugend“ hat die Jugendstrategie dabei unter anderem das Ziel, die Beteiligung und das Engagement junger Menschen auf allen politischen Ebenen zu stärken. Dazu gehören neben der „Initiative Kinder- und Jugendparlamente“ unter anderem die Jugendpolitiktage, die Anfang Mai digital stattfinden. Auch das im Februar 2021 gestartete Vorhaben „Jugend-Budget“ ist Teil der Strategie. Dabei stellt das Bundesjugendministerium eine Million Euro für zehn konkrete Projekte aus den Handlungsfeldern der Jugendstrategie zur Verfügung – von Jugendlichen für Jugendliche.
Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 16.04.2021
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