PISA Studie
Dringender Handlungsbedarf bei der Bildungsqualität
Die PISA-Studie 2025 zeigt sinkende Schüler*innenleistungen in Deutschland in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften. Brandenburg reagiert mit Maßnahmen wie verbindlichen Lese- und Rechenzeiten, früherer Sprachförderung und dem Startchancen-Programm. Ziel ist die Verbesserung der Basiskompetenzen und der Abbau von Bildungsungleichheiten. Die Umsetzung erfordert langfristige Anstrengungen.
14.09.2026
Die veröffentlichten Ergebnisse der PISA-Studie 2025 der OECD zeigen einen weiteren Rückgang der Leistungen 15-jähriger Schüler*innen in Deutschland in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften. In allen drei Kompetenzbereichen liegt Deutschland nur noch leicht über dem OECD-Durchschnitt. Ergebnisse für einzelne Bundesländer werden im Rahmen der PISA-Studie nicht ausgewiesen.
Bildungsminister Gordon Hoffmann:
„Die PISA-Ergebnisse bestätigen den dringenden Handlungsbedarf bei der Bildungsqualität. Dass wir gegensteuern müssen, wissen wir in Brandenburg nicht erst seit heute. Deshalb haben wir bereits klare Schwerpunkte gesetzt: Wir stärken Lesen, Schreiben und Rechnen, schaffen mehr Lernzeit und setzen früher bei der Sprachförderung an. Gleichzeitig müssen wir genauer hinschauen, wo Schülerinnen und Schüler Unterstützung brauchen, und unsere Schulen gezielt dabei unterstützen, die Bildungsqualität zu verbessern.
Klar ist aber auch: Verbesserungen im Bildungssystem brauchen Zeit. Viele unserer Maßnahmen setzen bewusst früh an und werden ihre volle Wirkung erst über mehrere Jahre entfalten. Entscheidend ist deshalb, diesen Weg konsequent weiterzugehen und die Qualität von Unterricht und Schule, aber auch von frühkindlicher Bildung dauerhaft zu verbessern.“
Brandenburg hat bereits konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Basiskompetenzen auf den Weg gebracht. Ziel ist es insbesondere, den Anteil der Schülerinnen und Schüler zu erhöhen, die die Mindeststandards in Deutsch und Mathematik erreichen. Mit verbindlichen Lese- und Rechenzeiten an den Grundschulen werden Lesen und Mathematik systematisch gefördert. Das Leseband wird ab dem Schuljahr 2027/28 an allen Grundschulen verpflichtend eingeführt, das Rechenband sukzessive bis 2028/29. Hinzu kommen mehr Lernzeit in der Grundschule sowie eine frühere und gezieltere Sprachförderung.
Auch die Sprachförderung setzt künftig früher an: Bereits in der Kita wird die evidenzbasierte Sprachstandserhebung auf das fünfte Lebensjahr vorgezogen. In der ersten Klasse wird die Sprachentwicklung erneut überprüft, um Förderbedarf frühzeitig zu erkennen und Kinder gezielter zu unterstützen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Abbau von Bildungsungleichheiten. Im Startchancen-Programm werden in Brandenburg 110 Schulen über zehn Jahre gefördert. Bund und Land stellen dafür insgesamt rund 540 Millionen Euro zur Verfügung. Die Förderung umfasst unter anderem zusätzliche Angebote in Deutsch und Mathematik, eine bessere Lernumgebung und zusätzliche Unterstützung durch multiprofessionelle Teams.
Gleichzeitig soll die Qualitätsentwicklung stärker auf vorhandene Leistungsdaten gestützt werden. So können Entwicklungsbedarfe frühzeitig erkannt, konkrete Ziele vereinbart und Schulen gezielter bei der Verbesserung von Unterricht und Lernergebnissen unterstützt werden.
Quelle: Das Land Brandenburg vom 08.09.2026
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