Familienpolitik

VAMV fordert steuerliche Entlastung für Alleinerziehende

Mann hilft kleinem Mädchen beim Balancieren auf einem Baumstamm

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) fordert parallel zur Kindergelderhöhung eine deutliche Anhebung des steuerlichen Entlastungsbetrags für Alleinerziehende.

30.01.2015

"Eine Erhöhung des Kindergeldes geht an Kindern in Hartz IV sowie im Unterhaltsvorschussbezug komplett vorbei, da das Kindergeld ganz angerechnet wird", moniert Schwab. "Einelternfamilien haben mit 42 Prozent das höchste Armutsrisiko aller Familien. Aus gutem Grund hatte die Große Koalition angekündigt, ein Paket zu schnüren und zusammen mit dem Kindergeld die Steuerklasse II zu erhöhen. Hier muss endlich etwas passieren! Ein bloßer Inflationsausgleich nach zwölf Jahren ist allerdings noch keine Verbesserung", betont Schwab. "Für Alleinerziehende wäre es eine herbe Enttäuschung, wenn sie mit Peanuts abgespeist werden."

Der Entlastungsbetrag stagniert seit 2004 bei 1.308 Euro. Im Schnitt haben Alleinerziehende am Jahresende dadurch 350 Euro mehr im Portmonee. Ehepaare haben durchs Splitting bis zu 15.000 Euro im Jahr mehr zur Verfügung, das finden Alleinerziehende ungerecht. Der VAMV fordert, solange es das Ehegattensplitting gibt, den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende an den steuerlichen Grundfreibetrag zu koppeln und regelmäßig anzupassen. Auch ein Ausbau des Unterhaltsvorschuss ist überfällig. Langfristig fordert der VAMV die Umgestaltung des bestehenden Steuersystems zu einer Individualbesteuerung und die direkte Förderung von Kindern durch eine Kindergrundsicherung, unabhängig von der Familienform ihrer Eltern. "Alleinerziehende wollen endlich von der Politik als gleichberechtigte Familienform anerkannt, wertgeschätzt und gefördert werden!", unterstreicht Schwab.

Informationen zur aktuellen Kampagne des VAMV "UmSTEUERN - keine Familie II. Klasse. Steuergerechtigkeit für Alleinerziehende!" unter <link http: www.vamv.de>www.vamv.de.

Quelle: Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) vom 28.01.2015

Redaktion: Kerstin Boller

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