Sozialpolitik

Hartz IV-Reform: Katholische Elternschaft sieht Fortschritte in Richtung Bildungsgerechtigkeit

Der Chor der Stimmen, der die Vorschläge der Bundesregierung zur Reform der Hartz IV-Sätze beurteilt, ist vielstimmig. Viele der Forderungen zielen in die Richtung: „mehr Geld hilft mehr“. Die Katholische Elternschaft Deutschlands (KED) wünscht sich dagegen eher eine Reform, bei der die Mittel zielgenau dort ankommen, wo sie die Situation der Menschen so verbessern, dass sie sich selbst helfen können.

01.10.2010

In diesem Sinne begrüßt die KED eine aus ihrer Sicht transparentere Gestaltung der Hartz IV-Sätze und siehr im ergänzenden Bildungspaket einen wichtigen Schritt in Richtung Bildungsgerechtigkeit und Förderung von Kindern. Offen bleibe allerdings, wie die Eltern beim Bemühen um mehr Bildungsgerechtigkeit Hilfe erhalten. Unstrittig ist aus Sicht der KED, dass es nicht reiche, allein bei den Kindern anzusetzen, um die Zukunftschancen von Kindern zu verbessern. Auch Eltern, insbesondere Alleinerziehende und Eltern mit Migrationshintergrund, benötigten Unterstützung in Form von Elternbildungsangeboten und familien- und gesundheitsfördernden Angeboten.

Der mit dem Bildungspaket vollzogene „Kulturwechsel“, die Entwicklungschancen der Kinder in den Fokus staatlicher Unterstützung zu nehmen, könne nur gelingen, wenn Eltern in das Fördersystem einbezogen würden. Auch favorisiert die KED das Motto: Grundsicherung und gezielte Förderung statt Gießkannenprinzip. Nur so sei der Wegfall des Erziehungsgeldes und die Anrechnung des Kindergeldes sozial vertretbar. Die KED wünscht sich eine Weiterentwicklung der Hartz IV-Reform in diese Richtung.

Quelle: Katholische Elternschaft Deutschlands (KED) 

Redaktion: Ilja Koschembar

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