Familienpolitik

Diakonie fordert, Zeitbedürfnis von Familien gerecht zu werden

Die Diakonie begrüßt die Empfehlung der Sachverständigenkommission zum Achten Familienbericht, den qualitativen Ausbau einer familienfreundlichen kommunalen Infrastruktur voranzutreiben. Morgen wird das Kabinett über diese Empfehlungen beraten.

14.03.2012

„Gerade die Kindertageseinrichtungen, Familienzentren und Mehrgenerationenhäuser in kirchlich-diakonischer Trägerschaft haben gezeigt, dass sie wichtige Anlaufstellen für Kinder und Eltern sind“, sagte Maria Loheide, sozialpolitischer Vorstand des Diakonie Bundesverbandes. Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf seien sie unverzichtbare Bausteine einer gemeinwesensorientierten, kommunalen Infrastruktur. Darüber hinaus benötigten Familien allerdings oftmals weitere Unterstützungen und Entlastungen zur Bewältigung des Familienalltags wie Hausaufgabenbetreuung, Babysitter, Hol- und Bringedienste, die bezahlbar sein müssen.

„Die Sachverständigenkommission hat festgestellt, dass fast die Hälfte aller Eltern von minderjährigen Kindern und jede zweite Alleinerziehende unter dem permanenten Zeitdruck leiden“, betonte Loheide. „Familien wünschen sich mehr Zeit füreinander. Um diesem Zeitbedürfnis gerecht zu werden, müssen auch die Arbeitszeiten und Öffnungszeiten von Kindertageseinrichtungen und Schulen, Behörden, Geschäften und Gesundheitsdiensten besser koordiniert werden“, hebt Loheide hervor.

Nach Ansicht der Diakonie muss es vordringlichste Aufgabe der Familienpolitik sein, dafür zu sorgen, dass Eltern über ein existenzsicherndes Einkommen für sich und ihre Kinder verfügen.

„Auch wenn der vorliegende Sachverständigenbericht bekannte Themen aus den vergangenen Jahren aufgreift, gibt er dennoch wichtige Impulse für eine neue Familienpolitik, die es jetzt mit Nachdruck umzusetzen gilt“, bekräftigte Loheide.

Quelle: Diakonisches Werk der EKD

Redaktion: Ilja Koschembar

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