Anleitung / Arbeitshilfe

Warum es so schwer fällt, sexuellen Missbrauch wahrzunehmen

Zartbitter Köln e.V.

Strukturebene: Bund

Wird ein Fall von sexuellem Missbrauch an einem Kind aufgedeckt, so wird den Vertrauenspersonen der Opfer oftmals bewusst, dass es bereits zuvor Hinweise auf die sexualisierte Gewalt gab. Sie selbst und andere Menschen haben diese jedoch nicht bewusst wahrgenommen und/oder hatten Sorge, einen falschen Verdacht auszusprechen.

Das Erklärvideo erläutert Wahrnehmungsblockaden der meisten professionellen sowie privaten Kontaktpersonen von Kindern. Es hilft, besser zu verstehen, warum man selbst in der Vergangenheit Hinweise auf sexualisierte Gewalt gegen Kinder ausgeblendet hat. Die eigenen Blockaden wahrzunehmen und über diese mit Kolleg*innen und vertrauten Personen ins Gespräch zu kommen, ist die Voraussetzung, um in Zukunft die Hinweise betroffener Kinder aber auch auffällige Verhaltensweisen von Tätern und Täterinnen bewusst wahrzunehmen.

Zugleich vermittelt das Erklärvideo erste Informationen über die Strategien von Tätern und Täterinnen, mit denen diese die Wahrnehmung der Umwelt täuschen, damit die von ihnen verübten Verbrechen nicht aufgedeckt werden. Es stellt heraus, wie wichtig es sowohl für professionelle als auch private Bezugspersonen von Kindern ist, sich Grundlagenwissen über Täterstrategien anzueignen. Wissen hilft, Missbrauch wahrzunehmen, Täterstrategien zu erkennen und zum Beispiel Drohungen gegenüber dem Kind zu entkräften sowie sich selbst vor Manipulationen durch Täter zu schützen. Das Video ermutigt, sich schon bei der ersten Vermutung eines sexuellen Missbrauchs von einer unabhängigen Fachberatungsstelle (anonym) beraten zu lassen, denn dies ist das Recht auch aller Fachkräfte, selbst wenn Leitungskräfte von Einrichtungen dies nicht immer gerne sehen.

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Herausgabedatum

2020

Weitere Themen

Kinder- und Jugendschutz
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