Sozialpolitik

Armutskongress: Breite Vernetzung und hohe Mobilisierungsbereitschaft

Kleingeld in Kinderhänden

Als "vollen Erfolg" bewerten die Veranstalter den ersten armutspolitischen Hauptstadtkongress, der unter dem Motto "ZEIT ZU(M) HANDELN" am 7. und 8. Juli in Berlin stattfand. Die Brisanz des Themas Armut sei an den zwei Tagen in aller Deutlichkeit unterstrichen worden.

11.07.2016

Eingeladen hatte auf Initiative des Paritätischen Gesamtverbandes und des Deutschen Gewerkschaftsbundes ein Bündnis von insgesamt 24 bundesweiten zivilgesellschaftlichen Organisationen. Mehr als 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten an den zwei Tagen über Ursachen und Ausmaß von Armut in Deutschland, die Lebenslage der Betroffenen, über Lösungsstrategien zur Armutsbekämpfung, aber vor allem auch neue Vernetzungs- und Mobilisierungspotenziale. Der Kongress soll künftig regelmäßig durchgeführt werden.

Breite zivilgesellschaftliche Vernetzung 

Der große Erfolg der Tagung liege in der breiten Vernetzung von Sozial-, Wohlfahrts- und Fachverbänden, Selbsthilfe- und Betroffeneninitiativen sowie Gewerkschaften, so die Initiatoren von Paritätischem und DGB. Der Kongress sei ein gelungener Auftakt für eine gemeinsame Plattform, um das Thema Armut bis zu den Bundestagswahlen und darüber hinaus in Politik und Öffentlichkeit zu tragen und im weiteren Prozess auch ganz konkrete gemeinsame Forderungen zur Armutsbekämpfung zu formulieren.

Mobilisierungsbereitschaft enorm 

"Es darf nicht passieren, dass sich diese Gesellschaft schleichend an die Armut gewöhnt. Eine Gesellschaft ohne Armut ist möglich. Voraussetzung dafür ist jedoch ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis", so Ulrich Schneider vom Paritätischen Gesamtverbandes. Der Kongress habe gezeigt, dass die Mobilisierungsbereitschaft bei Organisationen, Gewerkschaften und Betroffenen enorm sei. "Mit dem Kongress haben wir einen wichtigen Schritt getan, um eine breite zivilgesellschaftliche Gegenöffentlichkeit zu schaffen und Politik zum Handeln zu bewegen. Hier müssen wir dran bleiben: Wir müssen Betroffenen eine Stimme geben und wir müssen dem ökonomischen Mainstream etwas entgegen setzen", so Johannes Jakob vom DGB.

Weitere Informationen und Liste aller Veranstalter: <link http: www.armutskongress.de der-armutskongress veranstalter>www.armutskongress.de

Quelle: Paritätischer Wohlfahrtsverband vom 08.07.2016

Redaktion: Frank Beckmann

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