Fortbildung
Pornografiekompetenz
Strukturebene: Bund
Umgang mit kinder- und jugendgefährdenden Medieninhalten - Sexualitätsbezüge durchdringen unseren Alltag – egal ob im TV-Programm, in der Werbung, der Musikbranche oder im Internet. Pornografie ist online heute so niedrigschwellig zugänglich wie nie: kostenlos und anonym. Schon die Jüngsten im Kita- und Grundschulalter können problemlos auf pornografische Inhalte zugreifen. Technische Schutzmaßnahmen lassen sich leicht umgehen. Das Internet bleibt ein ungeschützter Raum für junge Nutzer*innen, denn nationale Regelungen greifen nicht über Grenzen hinweg. Mit ihren Erfahrungen mit sexualisierten Inhalten – so zeigt die pädagogische Praxis – bleiben die Kinder und Jugendlichen in der Regel allein, da sie aus Angst vor Mediennutzungsverboten nur selten ihren Bezugspersonen davon berichten. Wie können pädagogische Fachkräfte mit dem Pornografie-Konsum sowie mit kinder- und jugendgefährdenden Medieninhalten umgehen? Der Kurs beleuchtet den Sachstand, stellt Good-Practice-Ansätze und Ideen für die Vermittlungsarbeit vor. Innerhalb der Kurswoche gehen Sie auch der eigenen Haltung, Tabus und (Scham-)Grenzen spielerisch auf den Grund.
Schwerpunkte
- Rechtliche Rahmenbedingungen kinder- und jugendgefährdender Inhalte
- Theaterpädagogische und systemische Formate zur angstfreien Annäherung an Tabus und zum Umgang mit Scham
- Medienpädagogische Ansätze zur Pornografie-Kompetenz für die Jüngsten
- Sexualaufklärung in der Bildung
- Elternarbeit
- Reflexion der eigenen Rolle und Haltung
Weitere Themen
Kinder- und Jugendarbeit