Tagung
Kindheit, Jugend und Familie. Gemeinsam diversitätsbewusste, diskriminierungskritische und inklusive Strukturen stärken
Strukturebene: Bund
Die Tagung baut auf den Veranstaltungen im Roten Rathaus aus den Jahren 2023 und 2024 auf, die sich mit den strukturellen Herausforderungen in der Berliner Verwaltung beschäftigt haben.
Die diesjährige Tagung wird in Zusammenarbeit zwischen der Berliner Landeszentrale für politische Bildung und dem Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitor (NaDiRa) am DeZIM durchgeführt und hat eine breitere Perspektive auf die Situation im Bereich Kindheit, Jugend und Familie generell. Die Themensetzung verbindet sozialwissenschaftliche Forschung zu Diskriminierung, Migration und gesellschaftlicher Teilhabe mit den Erfahrungen in den verschiedenen Bereichen von Kindheit, Jugend und Familie. In Impulsvorträgen, Workshops und Panel-Diskussionen widmen wir uns spezifischen Schwerpunkten wie Adultismus – der Diskriminierung junger Menschen aufgrund ihres Alters –, Rassismus als strukturellem Problem, dem Recht auf Partizipation sowie der Gestaltung inklusiver Angebote und Strukturen. Damit werden zentrale Herausforderungen, um Kindheit, Jugend und Familie nicht nur in Berlin diversitätsbewusst, diskriminierungskritisch und inklusiv weiterzuentwickeln, thematisiert. Es soll eine gemeinsame Basis geschaffen werden, um Diversitätsbewusstsein zu fördern und eine Auseinandersetzung mit Diskriminierung und Inklusion zu ermöglichen.
Programm
12.30 Uhr Eröffnung – Diversitätsbewusssein, Diskriminierungskritik, inklusive Perspektiven und Selbstverständnisse: Wo stehen wir? Sozialwissenschaftliche und zivilgesellschaftliche Erkenntnisse
- Begrüßung / Grußwort – Thomas Gill, Berliner Landeszentrale für politische Bildung
- Eröffnung durch Moderation – Melike Ҫınar, Berliner Landeszentrale für politische Bildung
- Inhaltliche Einführung – Dr. Seyran Bostancı, NaDiRa am DeZIM
- Impuls aus der Zivilgesellschaft – Angela Asomah und Cindy Dzifa Viehweg, Kinder- und Jugendbereich, EOTO
- Fragerunde (Publikum)
- Einleitung in den Workshop-Teil
14.00 Uhr Pause
14.40 Uhr Workshops – Vertiefende Einblicke in relevante Themenfelder
- Familienhilfe und Hilfen zur Erziehung im Machtgefüge – Diskriminierungskritische und afrozentrische Perspektiven.
Amal Abbass, Psychologin & Gründerin tubman.network - Diskriminierung in den Strukturen der Jugendhilfe. Adultismus- und rassismuskritische Perspektiven.
Julia Pearson, Projekt- und Transformationsgestalterin & Gründerin und Geschäftsführerin von PEER SENSE - Aus der Sicht einer Anlaufstelle gegen Gewalt & Diskriminierung
Merih Ergün, Experte für Antidiskriminierung und antikoloniale Bildung, Leiter des CID von Yekmal e.V. - Aktiv gegen Rassismus! Ehrenamt widerständig denken.
Estera Stan, Romani-Phen & das Kombinat - Recht als Ressource – Diversität, Antidiskriminierung und Schutz in Kita und Jugendhilfe.
Lamia Faqirzada-Özal, Leitung Rechtsabteilung und Projektmanagement, Interkultureller Sozialer Service gGmbH - Diversitäts- und migrationsgesellschaftliche Kompetenz in der Kinder- und Jugendhilfe.
Jenny Howald und Patricia Redzewsky, Bildungsteam Berlin-Brandenburg e.V. - Mit Recht gegen Diskriminierung von Kindern, Jugendlichen und Familien. Live-Beratung mit den Jurist*innen der LADG-Ombudsstelle
Dr. Doris Liebscher & Ass. Jur. Jana Stöckle. - Gesundes Aufwachsen gestalten
Laurette Rasch, Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ
16.10 Uhr Pause
16.25 Uhr Abschluss: Perspektiven gemeinsam entwickeln – Welche Umsetzungsstrategien benötigen wir?
- Prof. Dr. Maisha M. Auma, Hochschule Magdeburg-Stendal
- Mohammed Jouni, Prozessbegleitung, Moderation, Beratung
- Özcan Karadeniz, NaDiRa am DeZIM
- Prof. Dr. Karin Böllert, Universität Münster
18.00 Uhr Ende
Abschlusspanel unter Einbeziehung des Publikums
Moderation: Tanja Rußack, DJO Sachsen-Anhalt
Weitere Themen
Kindertagesbetreuung Förderung der Erziehung in der Familie Jugendsozialarbeit