Seminar
Jugend-, Pop- und Subkulturen heute – Bestandsaufnahmen und Potentiale für die soziale Arbeit
Strukturebene: Bundesland
Seit rund 120 Jahren gibt es so genannte Jugendkulturen in Deutschland. Mit der Industrialisierung, der Einführung der Schulpflicht und dem Verbot von Kinderarbeit haben sich für junge Menschen in fast allen Milieus auch Freiräume entwickelt, in denen sie eigene Musik, Tanzstile, Styles, Mode, Haltungen gestalten und leben konnten. Über die Jahrzehnte sind viele neue Styles und Szenen hinzugekommen sowie Internet und Social Media.
Heute zeigen und entwickeln sich Szenen deutlich anders als in früheren Jahrzehnten: Sie sind multimedialer, teilweise digital, fluider, durchlässiger, widersprüchlicher, vieldeutiger und vielfältiger. Was macht Jugendkultur heute aus? Wie haben sich die Szenen verändert? Was interessiert junge Menschen heute?
Die Wahrnehmung, Beschäftigung und Auseinandersetzung mit der Geschichte, Gegenwart und Fülle an jugend-, pop- und subkulturellen Szenen und Strömungen birgt zudem ein großes Potential für die direkte Vermittlungsarbeit dieser Erkenntnisse und Haltungen an eine Vielzahl von Zielgruppen, die sich mit den Interessen und Haltungen junger Menschen beschäftigen oder mit diesen kollaborieren: Lehre, Forschung, pädagogische und soziale Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe, in Schulen und in Behörden, Kulturvermittlung als Künstler:in. Einige Beispiele aus dem Bildungsbereich des Archivs der Jugendkulturen e.V. Berlin geben einen Einblick in Ansätze, Methoden, Erfahrungen und Best Practice in der Arbeit zu Jugend-, Pop- und Subkulturen mit Jugendlichen und Erwachsenen.
Weitere Themen
Kinder- und Jugendarbeit Jugendsozialarbeit Kinder- und Jugendschutz Förderung der Erziehung in der Familie Hilfen zur Erziehung