Fortbildung

Besonders gefährdet?! Umgang mit Substanzkonsum in der stationären Jugendhilfe

Strukturebene: Bundesland

Junge Menschen in der stationären Jugendhilfe konsumieren Suchtmittel überproportional häufig auf riskante Weise und sind in besonderem Maße gefährdet. Ihre familiären und biografischen Hintergründe umfassen oftmals sozial schwache Familien, Gewalterfahrungen, problematischen Konsum von Alkohol und anderen Drogen im Elternhaus, Missbrauch, Misshandlung, Vernachlässigung, Schulversagen, ein geringes Selbstwertgefühl, ein weniger enges Verhältnis zu den Eltern sowie deviante Freunde.

Aufgrund der genannten Faktoren handelt es sich hier um eine Hochrisikogruppe in Bezug auf den riskanten Konsum von Suchtmitteln. Der Prävention muss besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Dies stellt Fachkräfte der stationären Jugendhilfe vor komplexe fachliche und pädagogische Herausforderungen. Die Fortbildung greift diese auf und bietet einen strukturierten Rahmen zur fachlichen Auseinandersetzung mit Prävention, Haltung und Handlungssicherheit.

Im besonderen Fokus steht das Resilienzmodell der Risiko- und Schutzfaktoren sowie der pädagogische Balanceakt im Umgang mit konsumbezogenen Situationen im Alltag stationärer Jugendhilfeeinrichtungen.

Auf Grundlage aktueller Wissensbestände werden professionelle Haltungen reflektiert und praxisnahe Ideen für die Entwicklung von Handlungsleitlinien für den Umgang mit Konsumvorfällen erarbeitet.

Diese Fortbildung befähigt die Fachkräfte,

  • ein vertieftes Verständnis für Substanzkonsum bei Jugendlichen zu entwickeln,
  • die eigene professionelle Haltung im Umgang mit Substanzkonsum zu reflektieren
  • konsumbezogene Situationen differenzierter wahrzunehmen und einzuordnen,
  • erste Orientierung im Umgang mit Veränderungsmotivation zu gewinnen,
  • mehr Sicherheit im Sprechen über Drogen und Drogenkonsum zu erlangen.

Veranstaltungsort

Tagungsstätte Thomashof
Stupfericher Weg 1
76222 Karlsruhe

Beginn

- 09:30 Uhr

Ende

- 16:30 Uhr

Veranstalter

Aktion Jugendschutz Landesarbeitsstelle Baden-Württemberg e.V. (ajs)

Kontakt

Benjamin Götz
Telefon: 07112373724
E-Mail Adresse: goetz@ajs-bw.de

Weitere Themen

Hilfen zur Erziehung Kinder- und Jugendschutz Förderung der Erziehung in der Familie