Studie

Jugendsexualität im Internetzeitalter

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung,

Strukturebene: Bund

Die BZgA das Forschungsprojekt „Sexuelle und soziale Beziehungen Jugendlicher und junger Erwachsener“ in Auftrag. Die qualitative Interviewstudie wurde von Juli 2009 bis Dezember 2011 durchgeführt. Befragt wurden 160 junge Frauen und Männer im Alter von 16 bis 19 Jahren aus Hamburg und Leipzig, die zu diesem Zeitpunkt ein Gymnasium oder eine Berufsschule besuchten.

 

Im Rahmen der Studie wurde unter anderem untersucht, wie die Jugendlichen und jungen Erwachsenen heute in einer Beziehung bzw. wie sie als Single leben. Im Mittelpunkt stand immer wieder die Frage nach dem, was die jungen Frauen und Männer dort sowie in Chatrooms oder sozialen Netzwerken machen. Ein weiterer Aspekt der Studie beschäftigte sich damit, wie mit dem freien Zugang zu Pornografie im Internet umgegangen wird.

 

Die hier präsentierten Ergebnisse zeigen, wie Flirts und Partnerschaften in der virtuellen Welt angebahnt werden und wie reale Treffen verlaufen. Die Ergebnisse zum Umgang mit sexualisierten oder auch pornografischen Inhalten belegen, dass die befragten jungen Frauen und Männer die medialen Bilderwelten und ihren Realitätsgehalt sehr kompetent bewerten.

 

Die Studienergebnisse verdeutlichen, dass Jugendliche und junge Erwachsene mit dem Internet einen zusätzlichen, neuen sexuellen Erfahrungsraum gewonnen haben.

Insbesondere für Eltern und Lehrkräfte stellt dies eine besondere Herausforderung dar, sind sie doch – laut der Jugendsexualitätsstudie der BZgA von 2010 – nach wie vor die wichtigsten Ansprechpartner in Sachen Sexualität. Eltern und Lehrkräfte benötigen mitunter medienpädagogische Unterstützung, um die Jugendlichen und jungen Erwachsenen adäquat in ihrer sexuellen Entwicklung zu begleiten.

 

Die vorliegende Studie liefert somit wichtige Hinweise für die Entwicklung und Optimierung von Aufklärungskonzepten und Informationsangeboten zur Sexualaufklärung.

 

Herausgeber

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Kontakt

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

E-Mail Adresse

[email protected]

Herausgabedatum

2013

Weitere Themen

Kinder- und Jugendarbeit Förderung der Erziehung in der Familie
Back to Top