Freiwilliges Engagement

Zivildienstdebatte: Deutscher Bundesjugendring für Ausbau der Freiwilligendienste

Der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) erachtet das geplante Aussetzen der Wehrpflicht und damit auch des Zivildienstes als Schritt in die richtige Richtung. Aus Sicht des DBJR sind diese Pflichtdienste gänzlich abzuschaffen, da die im Grundgesetz festgeschriebenen Bedingungen nicht mehr gegeben seien. Stattdessen fordert der Jugendverband einen Ausbau der Freiwilligendienste, diese böten im Gegensatz zu Pflichtdiensten jungen Menschen die Möglichkeit, selbstbestimmtes Engagement und Lernen zu verbinden.

30.08.2010

Der DBJR als Netzwerk der Jugendverbände und Jugendringe spricht sich seit langem gegen jegliche Art von Pflichtdiensten aus. Er bezeichnet es als falsch, junge Menschen zu einem Dienst zu zwingen. Richtig sei vielmehr, jungen Menschen Angebote zu machen, die ihre Bereitschaft zu einem Engagement aufgreifen. Freiwilligendienste seien ein idealer Lern- und Orientierungsort, in dem neben der gesellschaftlichen Funktion beispielsweise soziale Kompetenzen besonders gefördert werden. Der Ausbau sei unumgänglich, weil die Nachfrage bei jungen Menschen nach Plätzen im Freiwilligendienst deutlich größer sei als das Angebot. Der DBJR fordert, die durch das Aussetzen der Pflichtdienste freiwerdenden Mittel an dieser Stelle einzusetzen. Wenn hierdurch ein ausreichend großes Angebot an Stellen im Freiwilligendienst geschaffen würde, sei ein freiwilliger Zivildienst, wie ihn Bundesfamilienministerin Kristina Schröder vorschlägt, aus Sicht des DBJR nicht notwendig.

Quelle: Deutscher Bundesjugendring

Redaktion: Ilja Koschembar

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