Bildungspolitik

ver.di fordert leistungsfähiges und gerechtes Bildungssystem

„Bildung hat ihren Preis, und sie ist diesen Preis auch wert“, betonte Petra Gerstenkorn, Bundesvorstandsmitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Wer am Bildungssystem spare, laste der Gesellschaft hohe Folgekosten auf. ver.di erkläre sich solidarisch mit dem Bildungsstreik und unterstütze die Proteste gegen die unzumutbare Situation und strukturellen Defizite.

16.11.2009

Der OECD-Vergleich zu den Bildungsausgaben bescheinige die deutlichen Missstände in Deutschland, so die Gewerkschafterin. Für die Verwirklichung eines hochwertigen und leistungsfähigen Bildungssystems, das auch dem internationalen Vergleich standhalte, gebe es einen Mehrbedarf von jährlich mindestens 32,3 Milliarden Euro. Dazu kämen noch Kosten für den Sanierungsbedarf von Gebäuden und Investitionen in Lehrmittel.

„Wir fordern ein umfassendes und hochqualifiziertes Angebot an Bildungseinrichtungen, ein hochwertiges, gebührenfreies Bildungsangebot, das von gut ausgebildeten Fachkräften erbracht wird“, erklärte Gerstenkorn. Der Staat sei in der Verantwortung, in Bildung zu investieren und gleiche Bildungschancen in einem öffentlichen und unentgeltlichen Bildungswesen von der Kindertagesstätte bis zur Hochschule zu garantieren.

Der ver.di-Bundesvorstand unterstütze daher die Ziele des bundesweiten Bildungsstreiks, der am morgigen Dienstag in zahlreichen Städten weitergeführt werde. Demonstrationen finden unter anderem in Berlin, Freiburg, Braunschweig, Bochum, Hamburg, Kiel und Halle statt.

Quelle: Vereinte Dienstleistungswerkschaft

 

Redaktion: Ilja Koschembar

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