Gesundheit

tdh zum Weltaidstag am 1. Dezember: 1,3 Millionen HIV-infizierte Kinder erhalten keine Medikamente

Die rote AIDS-Schleife

terre des hommes fordert die internationale Gemeinschaft auf, deshalb schnell deutlich mehr Mittel bereitzustellen, um die Ausbreitung von Aids zu stoppen und eine Trendumkehr zu bewirken.

29.11.2013

Nur knapp 650.000 mit dem HI-Virus infizierte Kinder unter 14 Jahren seien 2012 mit Medikamenten versorgt worden, die den Ausbruch von Aids stoppen oder verzögern. Das sei nur etwa ein Drittel der insgesamt rund zwei Millionen HIV-erkrankten Kinder. 1,3 Millionen infizierte Kinder seien 2012 ohne medikamentöse Behandlung geblieben.

Kinder mit HIV/Aids seien in mehrfacher Hinsicht viel stärker von der Krankheit betroffen als Erwachsene. Auf ihr schwächeres Immunsystem wirke der Virus aggressiver, und ihre Behandlung sei auch deutlich komplizierter als die bei Erwachsenen. "Kinder brauchen eine optimale Dosierung der Medikamente, deren Wirkung sich ihrem Wachstum anpasst. Viele behandelte Kinder entwickeln zudem Resistenzen gegenüber den gängigen Medikamenten und benötigen deshalb spezielle Arzneimittel, die nur sehr begrenzt verfügbar sind", sagte Tanja Funkenberg, Gesundheitsexpertin von terre des hommes.
 
Wichtig sei neben der Versorgung mit Medikamenten auch die Unterstützung und Aufklärung der HIV-Infizierten und ihres Umfeldes. Dies zeige die Erfahrung der terre des hommes-Partnerorganisation Sophakama, die sich in der südafrikanischen Provinz Eastern Cape, der Region mit der höchsten HIV/Aidsrate im Land, um die Versorgung von betroffenen Kindern kümmere. "Die Kinder sind nicht nur körperlich krank und geschwächt, sie werden auch stigmatisiert und ausgegrenzt. Häufig brechen sie die Schule ab und müssen mit der Belastung durch die Krankheit allein fertig werden", so Tanja Funkenberg. "Sophakama betreut diese Kinder, versorgt sie mit Medikamenten und hilft durch Bildungsangebote, dass sie aus dem Teufelskreis von Armut und Krankheit herausfinden."

Weitere Informationen gibt unter www.tdh.de.

Quelle: terre des hommes vom 28.11.2013

Redaktion: Astrid Bache

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