Gesundheit

Stolz: „Zahngesundheit ist deutlich besser geworden“

23.09.2009 „Die Gesundheit der Zähne hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert“, stellte Baden-Württembergs Arbeits- und Sozialministerin bei der zentralen Landesauftaktveranstaltung zum bundesweiten Tag der Zahngesundheit heute in Lörrach fest. „Das ist sicherlich auch dem seit 18 Jahren stattfindenden Tag der Zahngesundheit zu verdanken. Damit gewinnt dieses Thema öffentliche Aufmerksamkeit.“

23.09.2009

Der Tag der Zahngesundheit sei aber nur ein Mosaikstein in den vielfältigen Aktivitäten rund um die Zahngesundheit. Seit 1949 die deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege gegründet wurde, habe sich viel getan. Inzwischen sind in jedem Landkreis und in den kreisfreien Städten Arbeitsgemeinschaften zur Jugendzahnpflege aktiv. „Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaften gehen in Kindergärten und Schulen und üben mit den Kindern Zähne putzen“, schilderte die Ministerin. An manchen Orten werde auch eine Fluoridierung durchgeführt, um die Zähne hart und widerstandsfähig gegen Karies zu machen. Stolz erinnerte: „Karies ist immer noch die häufigste Ursache für einen vorzeitigen Zahnverlust.“

Die vielfältigen Bemühungen um die Zahngesundheit zeitigen Erfolge. So hat sich die Zahngesundheit in Baden-Württemberg in den vergangenen Jahren stark verbessert. „Immer weniger Kinder haben Karies. Waren bei den zwölfjährigen 1995 in Baden-Württemberg im Schnitt noch 2,4 Zähne kariös, so waren es 2004 im Schnitt nur noch 0,7 Zähne“, betonte Stolz. Dabei bleibe der Erfolg nicht auf Kinder beschränkt: Auch Erwachsene haben gesündere (und mehr!) Zähne als früher: Die 35 bis 44jährigen haben in Deutschland von 1997 bis 2004 im Schnitt 1,5 Zähne mehr behalten können - in der Regel naturgesund. Die Anzahl der extrahierten Zähne sank in diesem Zeitraum von 3,9 auf 2,4 Zähne.

„Leider profitieren davon nicht alle sozialen Schichten“, so Stolz. Deswegen dürfe der Erfolg nicht dazu verleiten, nachlässig zu werden. „Auch um die erreichte Verbesserung der Zahngesundheit zu erhalten, müssen die Anstrengungen fortgesetzt werden“, erklärte die Ministerin. Schließlich stehe die Zahngesundheit in einem Zusammenhang mit der Gesamtgesundheit. So hätten Studien gezeigt, dass zwischen einer schlechten Zahngesundheit und Herz-Kreislauferkrankungen ein Zusammenhang besteht. Das Fazit der Ministerin: „Zähne putzen ist also nicht nur für Kinder wichtig. Auch Erwachsene sollten daran denken.“ 

Quelle: Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren Baden-Württemberg

 

Redaktion: Ilja Koschembar

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