Freiwilliges Engagement

Social Angels Stiftung wirbt für ehrenamtliches Engagement

„Freiwillig Engagierte sind Beteiligte und Mitgestalter ihres gesellschaftlichen Umfelds“, sagte Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz gestern in Heilbronn.

23.06.2010

„Bürgerschaftliches Engagement ist eine der Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit“, so die Ministerin weiter. Die eigenverantwortliche Mitwirkung und Mitgestaltung von Bürgerinnen und Bürgern leiste in so wichtigen Bereichen wie Schule und Ausbildung, Versorgung und Betreuung sowie Integration wertvolle Unterstützung von professionellen Diensten und Fachkräften, die angesichts der Bevölkerungsentwicklung zunehmend unverzichtbar werde.

Die Ministerin dankte dem Engagement der Social Angels Stiftung, die für das ehrenamtliche Engagement wirbt. Bei der Veranstaltung „Aktivsein verändert“ zitierte Stolz, die in Vertretung des Ministerpräsidenten sprach, aus der Satzung der Stiftung: „Die Stiftungsidee soll auch dazu dienen, die nachfolgenden Generationen durch solidarisches und humanitäres Handeln in die Mitverantwortung für das Gemeinwohl einzubinden.“ Die Social Angels Stiftung der Familie Röser gebe ein gutes Beispiel würdigte die Ministerin. „Wir sind froh, dass wir mit der Stiftung im Rahmen der Initiative ‚Freiwilligendienste aller Generationen’ zusammenarbeiten können“, erklärte Stolz. „Durch den Einsatz Freiwilliger ergibt sich für Träger sozialer Einrichtungen eine große Chance, stärker als bisher in das Gemeinschaftsleben der Kommune eingebunden zu werden.“ Bei dem Programm verpflichten sich Freiwillige zur Mitarbeit in Projekten und Einrichtungen für mindestens acht Stunden in der Woche und für eine Dauer von mindestens sechs Monaten. „Jeder Interessierte soll ein seinen spezifischen Interessen und Fähigkeiten entsprechendes Tätigkeitsfeld finden“, erklärte die Ministerin. Als mögliche Einsatzfelder der Freiwilligendienste aller Generationen nannte die Ministerin: Kultur, Bildung, Gesundheit, Technik, Integration, Sport, Umwelt und Schule. Stolz betonte, dass der Einsatz von Freiwilligen nur zur Ergänzung der Fachkräfte erfolgen soll. Etwa als verlässlicher Besuchsdienst in einem Altenpflegeheim oder in einem Wohnheim für behinderte Menschen. „Uns ist an einer guten Zusammenarbeit zwischen Fachkräften und Freiwilligen gelegen. Nur so profitieren beide Seiten davon“, erklärte Stolz. Nur im einvernehmlichen Miteinander lasse sich die Lebensqualität aller unmittelbar und mittelbar Beteiligten steigern.

Bei der Initiative, die im ganzen Land umgesetzt werden soll, sollen auch „jene angesprochen werden, die bislang keinen oder kaum Zugang zum bürgerschaftlichen Engagement gefunden haben.“ Dabei werden gezielt Menschen in biografischen Umbruchsituationen angesprochen, also auch Ältere am Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand. Die Ministerin sagte weiter: „Die Social Angels fragen zu Recht: Warum das in Jahrzehnten erworbene Wissen, die gesammelte Lebenserfahrung nicht noch stärker in bürgerschaftlichem Engagement bündeln?“ Unter der Überschrift ‚Aktivsein verändert‘ haben sich die Social Angels zum Ziel gesetzt, den angehenden Ruheständlern ein Engagement schmackhaft zu machen, in dem sie ihre Begabungen, Neigungen und Befähigungen zum Wohl der Gemeinschaft am besten einbringen können. „Ob in der Schule, im Kindergarten, beim Sport, im Krankenhaus, in der Kultur, beim Umweltschutz – überall werden engagierte Bürgerinnen und Bürger gebraucht“, betonte die Ministerin. Denn die „innere Wärme unserer Gesellschaft und der gemeinschaftliche Zusammenhalt hängen entscheidend vom Engagement jenseits des Berufs ab.“

Herausgeber: Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren Baden-Württemberg

 

Back to Top