Freiwilliges Engagement

Sächsischer Städte- und Gemeindetag fordert unbürokratische Umsetzung der Ehrenamtskarte

Der Sächsische Städte- und Gemeindetag unterstützt grundsätzlich das Anliegen der vom Freistaat Sachsen beabsichtigten Ehrenamts-karte. Gleichzeitig kritisiert er die geplante Umsetzung als viel zu bürokratisch.

04.12.2009

Mischa Woitscheck, Geschäftsführer des Sächsischen Städte- und Gemeindetags, sagte dazu: „Die Städte und Gemeinden unterstützen von Anfang an das Ehrenamt. Die Mittel sind vielfältig, die Wege sind unbürokratisch. Es finden Auszeichnungen statt, es werden Entschädigungen gewährt oder Sachmittel gestellt. Die <link http: www.ehrenamt.sachsen.de _blank external-link-new-window external link in new>Ehrenamtskarte des Freistaates wäre eine weitere Anerkennung. Unsere Kritik gilt nicht der Ehrenamtskarte, sondern der damit verbundenen Bürokratie, die der Freistaat bei den Städten und Gemeinden abladen will. Das stößt bei unseren Mitgliedern auf großes Unverständnis.“

Woitscheck führt als Beispiel an, dass die Kommunen nach dem Kon-zept des Sozialministeriums überprüfen sollen, ob der ehrenamtlich Tätige die Kriterien der Ehrenamtskarte erfüllt. Woitscheck sagte dazu: „Wir wollen keine Kultur des Nachschnüffelns einführen, ob ehrenamtlich Tätige in ihren Stiftungen, Kirchgemeinden oder Sportver-einen tatsächlich auf ihre Mindeststundenzahl kommen. Den Umfang des ehrenamtlichen Engagements kann nur die Trägerorganisation des Ehrenamts einschätzen. Wir haben der Sozialministerin Vorschläge gemacht, wie die Administration der Ehrenamtskarte deutlich schlanker ausfallen könnte. Wir warten nun auf ihre Reaktion.“

Quelle: Sächsischer Städte- und Gemeindetag

 

Redaktion: Ilja Koschembar

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