Gesundheit

Saarland: Bericht zur Gesundheit von Grundschulkindern erschienen

Zwei kleine Kinder sind auf einem Waldweg mit Laufrädern unterwegs

Sozialministerin Bachmann hat am 28. April den Bericht zur Gesundheit und gesundheitlichen Versorgung von Einschulkindern im Saarland vorgestellt. Ergebnisse sind zum einen die Zunahme von chronischen Erkrankungen sowie eine nicht altersentsprechende Sprachentwicklung bei fast einem Drittel der Kinder.

29.04.2015

Sozialministerin Monika Bachmann hat am 28. April den Bericht zur Gesundheit und gesundheitlichen Versorgung von Einschulkindern im Saarland vorgestellt. Ausgewertet wurden die Untersuchungsergebnisse von rund 8.000 Einschulkindern aus dem Herbst 2013. "Die gute Nachricht", so Monika Bachmann "die überwiegende Mehrheit der saarländischen Kinder ist körperlich gesund. Aber wir sehen an den Ergebnissen auch, dass eine Zunahme von chronischen Krankheiten und lebensstilbedingten Erkrankungen wie Übergewicht, Fehlernährung und Haltungsschwächen stattgefunden hat. Darüber hinaus stellen wir auch vermehrt Entwicklungsverzögerungen bei den Einschulkindern fest. Hier gilt es zu handeln", sagte die Ministerin.

Aus den Untersuchungsergebnissen geht hervor, dass im Saarland 10,4 Prozent der Kinder übergewichtig oder sogar adipös sind. 16,2 Prozent der untersuchten Kinder hatten Entwicklungsverzögerungen im Bereich der Grobmotorik und Koordination, 17,7 Prozent  in der Feinmotorik. Bei 28,2 Prozent der Kinder war die Sprachentwicklung nicht altersentsprechend. "Mit diesen Ergebnissen stehen wir nicht allein da, diese Veränderungen stellen wir bundesweit fest", sagte Bachmann. "Was wir brauchen sind kompetente Eltern oder unterstützende Hilfen, dort wo Hilfe nötig ist."

Im Saarland wurde daher bereits 2008 das Landesprogramm "Frühe Hilfen" implementiert, um belastete Familien zu unterstützen. "An den Schnittstellen zur Frühförderung und zu den Kindertageseinrichtungen werden wir die Kommunikation noch weiter verbessern und ausweiten. 2007 haben wir das Einlade-System zu den Kindervorsorgeuntersuchungen auf den Weg gebracht und damit erreicht, dass an den einzelnen Untersuchengen über 97 Prozent aller Kinder teilnehmen", erläuterte die Ministerin. "Damit sind wir in der Lage, frühzeitig Gesundheitsprobleme bei Kindern zu erkennen und gegebenenfalls reagieren zu können."

Von den Einschulkindern 2013 haben 98 Prozent mindestens drei Jahre einen Kindergarten besucht, unabhängig von ihrer Herkunft. 1998 lag der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund, die keinen Kindergarten besucht hatten, noch bei 10,7 Prozent. "Durch die feststallbar zunehmende institutionelle Betreuung, auch der unter Dreijährigen, kommt auch den Kindertageseinrichtungen eine wichtige Rolle in der Gesundheits- und -entwicklungsförderung zu", sagte Bachmann.

"Durch den nun vorliegenden Bericht haben wir verschiedene Handlungsfelder identifiziert. Daher werden wir im kommenden Jahr das Thema Familiengesundheit in den Mittelpunkt der Präventionsarbeit unseres saarländischen Netzwerkes Das Saarland lebt gesund! stellen", Darüber hinaus werden wir die vorhandenen Programme und Maßnahmen anpassen", sagte die Ministerin abschließend.

Der komplette Bericht ist auf <link http: www.saarland.de sid-44594b88-d53e7f08 external-link-new-window gesundheitsbericht von einschulkindern im>www.soziales.saarland.de eingestellt.

Quelle: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie vom 28.04.2015

Redaktion: Nadine Heßdörfer

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