Gesundheit

RLP: Jugend- und Gesundheitshilfe sollen enger zusammenarbeiten

Nach Auffassung von Ministerin Alt und Minister Schweitzer müssen die Systeme der Kinder- und Jugendhilfe sowie des Gesundheitswesens in Rheinland-Pfalz stärker aufeinander zu gehen, um sich mit ihren jeweiligen Potenzialen sinnvoll zu ergänzen.

17.02.2014

Im Mittelpunkt des Fachkongresses „Frühe Hilfen“ am 13.02.2014 in Mainz standen der interdisziplinäre Dialog und die Vernetzung der Familienhilfe und der Partner im Gesundheitswesen, um junge Familien noch gezielter unterstützen zu können.

Zu dem Fachkongress haben das Familien- und das Gesundheitsministerium gemeinsam mit dem Landesjugendamt und dem Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz eingeladen. „Mit dem Landeskinderschutzgesetz haben wir die Systeme des Gesundheitswesens und der Jugendhilfe miteinander vernetzt. Nun geht es darum, die Möglichkeiten und Chancen beider Systeme effektiv miteinander zu verzahnen und weiterzuentwickeln“, erklärte Familienministerin Irene Alt zum Auftakt der Tagung, an der mehr als 250 Fachkräfte aus Jugend- und Gesundheitsämtern, Beratungsstellen, Geburtskliniken sowie Kinderarzt- und Hebammenpraxen teilnahmen.

Gesundheitsminister Alexander Schweitzer hob hervor: „Die Aufgaben der Frühen Hilfen und der Partner im Gesundheitswesen greifen in einander. Zum Beispiel kann der Kinderarzt oder die Kinderärztin bei der U-Untersuchung auch auf Angebote der Frühen Hilfen hinweisen, die Familien nachhaltig unterstützen.“ Denn besonders Kinder und Jugendliche in belasteten Lebenslagen haben ein höheres Risiko für gesundheitliche Beeinträchtigungen. Sind Risiken für das Kindeswohl erkennbar, kann, neben den  medizinischen Maßnahmen, auch eine Betreuung durch die Jugendhilfe notwendig werden. „Hier wünschen wir uns eine selbstverständliche und kooperative  Zusammenarbeit aller Beteiligten“, so Schweitzer. 

Hierfür müssen nach Auffassung von Ministerin Alt und Minister Schweitzer die Systeme der Kinder- und Jugendhilfe sowie des Gesundheitswesens stärker aufeinander zu gehen, um sich mit ihren jeweiligen Potenzialen sinnvoll zu ergänzen. Beide Minister äußerten: „Wir erwarten von dem heutigen interdisziplinären Dialog neue Impulse für das Zusammenwirken beider Hilfesysteme. Denn letztlich haben beide dasselbe Ziel: Ein gutes und gesundes Aufwachsen von Kindern zu unterstützen.“ Das Familien- und das Gesundheitsministerium fördern die Arbeit der Jugend- und Gesundheitsämter für Kindeswohl und Kindergesundheit jährlich mit rund zwei Millionen Euro.

Quelle: Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz  vom 13.02.2014

Redaktion: Nadine Paffhausen

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