Jugendsozialarbeit

Pilotprojekt stärkt Jugendliche und gewinnt Arbeitskräfte für die Pflege

Berlin, 18. Juli 2011. Benachteiligten jungen Menschen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt eröffnen und dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegenwirken: dies war das Ziel des Projektes „CariVia - Personalgewinnung für die Gesundheits- und Sozialwirtschaft“, das jetzt seinen Abschluss fand.

18.07.2011

Gemeinsam haben der Deutsche Caritasverband (DCV) und IN VIA Deutschland, Fachverband im DCV, das Projekt im September 2009 an den Standorten Aachen, Konstanz, Mannheim, Oberberg, Paderborn und Ulm gestartet. 134 junge Menschen wurden für unterstützende Tätigkeiten in der Altenhilfe qualifiziert. Nach Projektende haben 79 Jugendliche entweder eine weiterführende Qualifizierung begonnen oder fanden einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz in der Pflege.

„Um ihrer selbst willen, aber auch angesichts des drohenden Fachkräftemangels in der Pflege können wir es uns nicht länger leisten, junge Menschen mit schlechten oder fehlenden Schulabschlüssen nicht zu qualifizieren“, betont Caritas-Präsident Peter Neher. Eine wesentliche Voraussetzung dafür sei, dass die Leitungen von Einrichtungen und Heimen auch benachteiligte junge Menschen in ihren Personalentwicklungskonzepten berücksichtigten. Dies bestätigt auch Projektleiterin Patricia Blasel: „Auch junge Menschen mit schlechten Startvoraussetzungen können mit entsprechender Förderung und Begleitung im sozialen Bereich eine berufliche Perspektive finden.“

Das bundesweite Pilotprojekt von Caritas und IN VIA wurde mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds, SGB II-Mitteln sowie über Eigenmittel der Caritas finanziert. Durch neue Konzepte der Personalgewinnung will das Projekt dem Mangel an qualifiziertem Unterstützungspersonal in der Pflege entgegenwirken. Angesichts der rund 300.000 zusätzlichen Pflegekräfte, die in Deutschland in den kommenden zehn Jahren gebraucht werden, ein überfälliger Schritt.

Ein ausführlicher Projektbericht (36 Seiten) erscheint mit der aktuellen Ausgabe der neuen caritas am heutigen Montag und kann per E-Mail bestellt werden: [email protected]

Quelle: Deutscher Caritasverband

Redaktion: Ilja Koschembar

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