Gesundheit

Morgens halb acht in Deutschland: Nur zwei von drei Teenagern frühstücken vor der Schule

Frühstückstisch mit Apfel, Brot, Marmelade und Tasse

(aid) - Jugendliche gehen häufig ohne Frühstück aus dem Haus. So lautet das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Bielefeld im Rahmen einer internationalen Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

08.12.2011

Seit den 1980ern wird im Abstand von vier Jahren in mittlerweile 40 Ländern Europas und Nordamerikas das Gesundheitsverhalten von Schulkindern erforscht. In Deutschland nahmen im Schuljahr 2009/10 bundesweit über 5.000 Jugendliche im Alter von 11 bis 15 Jahren an der Untersuchung teil. In Fragebögen machten die Schüler unter anderem Angaben zu ihrem Essverhalten und Körperbild. Das Resultat: Nur zwei von drei Kindern und Jugendlichen beginnen den Schultag mit einem Frühstück. Mit dem Alter steigt der Anteil der Frühstücksmuffel, so dass bei den 15-Jährigen sogar jeder Zweite auf die morgendliche Mahlzeit verzichtet. Schüler aus einkommensschwachen Familien gehen häufiger ohne Frühstück aus dem Haus. Dabei versorgt eine vollwertige Mahlzeit den Körper mit Energie und Nährstoffen für den Schulalltag. Im Unterricht sind die Kinder aufmerksamer und können eine bessere Gedächtnisleistung bringen, wenn sie gefrühstückt haben. Die Forscher vermuten, dass der Verzicht auf das Frühstück oft mit dem Wunsch einer Gewichtsabnahme in Verbindung steht. Denn laut Studie fühlt sich jedes zweite Mädchen und jeder dritte Junge zu dick. Doch das Gegenteil ist der Fall: Frühstücksmuffel haben sogar ein höheres Risiko für Übergewicht.

Quelle: Heike Kreutz, www.aid.de

Redaktion: Ilja Koschembar

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