Gesundheit

LVR: Gute stationäre Versorgung für junge Menschen ist unverzichtbar

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat heute in der LVR-Klinik Viersen eine neue Aufnahmeklinik für die Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie eröffnet.

13.05.2013

60 Behandlungsplätze auf sechs Stationen stehen nun in dem neuen Gebäudekomplex auf über 5.400 Quadratmetern zur Verfügung. Die hell und großzügig angelegten Räumlichkeiten stellen einen weiteren und bedeutenden Fortschritt hinsichtlich der Versorgung von jungen Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen dar. Das Einzugsgebiet der Abteilung umfasst nicht nur Viersen, sondern auch die Städte Krefeld und Mönchengladbach sowie den Kreis Heinsberg und den Rhein-Kreis Neuss. Für das Projekt hatte der LVR in einem Investitionsprogramm rund 20 Millionen Euro vorgesehen.

Michael van Brederode, LVR-Fachbereichsleiter Planung, Qualitäts- und Innovationsmanagement, wies in seiner Rede bei der Eröffnungsfeier auf den großen Bedarf der Neubauprojekte hin: "Wir gehen davon aus, dass nur die Hälfte aller behandlungsbedürftigen Kinder und Jugendlichen in Deutschland adäquat therapeutisch versorgt wird. Die Wartezeiten auf ambulante, tagesklinische oder stationäre Behandlungsplätze betragen je nach Region bis zu sechs Monate - eine viel zu lange Zeit im Leben eines jungen Menschen! Dem großen Leistungs- und Erfolgsdruck können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Psychiatrien nur begegnen, wenn auch die Rahmenbedingungen stimmen". Van Brederode zeigte sich außerdem sehr erfreut darüber, dass der LVR auch an anderen Standorten im Rheinland bereits viele Neubauprojekte eröffnen konnte oder noch eröffnen wird: "Nur so können wir jetzt und in Zukunft die Behandlung und Therapie in bestmöglicher Qualität bereitstellen".

Wie wichtig eine gute stationäre Versorgung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist, stellte auch Monika Berten, Vorsitzende des zuständigen Krankenhausausschusses 3, heraus: "Die tagesklinische Therapie ist ein förderliches Angebot für bestimmte Zielgruppen, aber sie stellt keinen Ersatz für eine vollstationäre Versorgung dar. Das zeigen uns die Fallzahlen der hiesigen Kinder- und Jugendpsychiatrie eindrücklich. Eine gute stationäre Versorgung ist daher auch weiterhin unverzichtbar."

An der feierlichen Eröffnungsfeier nahmen zahlreiche Gäste aus Politik und dem LVR teil. Die musikalische Rahmengestaltung übernahm die LVR-Hanns-Dieter-Hüsch-Schule, die die jungen Patientinnen und Patienten der LVR-Klinik Viersen besuchen. Unter der Leitung von Günter Rixen und Peter Hahnen begeisterten die Schülerinnen und Schüler aus Schulband und -chor die Gäste unter anderem mit dem Titel "Und jetzt feiern wir dies Haus". Dieser wurde von Musiktherapeutin Uta Krings aus der LVR-Klinik Viersen eigens für diesen Anlass komponiert.

Die zwei Häuser des neuen Gebäudekomplexes ersetzen in der LVR-Klinik Viersen die bisherige Aufnahmeklinik der Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie. Sie war dringend sanierungsbedürftig und wird aus wirtschaftlichen Gründen abgerissen. Die neue Aufnahmeklinik wird vor allem auch architektonisch den Anforderungen einer modernen Psychiatrie gerecht: Das Stationsgebäude ist symmetrisch als leicht geschwungener Baukörper angelegt und bietet großzügige Flurzonen als Wohn- und Aufenthaltsbereiche. Helligkeit und Transparenz sollen die Therapieerfolge der jungen Patientinnen und Patienten bestmöglich unterstützen. Die Planung und Ausführung des Neubaus ist durch das Architektur- und Ingenieurbüro hks aachen erfolgt.   

Quelle: Landschaftsverband Rheinland vom 13.05.2013

Redaktion: Anneli Starzinger

Back to Top