Bildungspolitik

Landesjugendring Saar will längeren gemeinsamen Unterricht und bessere Qualität des Lernens

Die Mitgliedsverbände des Landesjugendrings Saar unterstützen die Unterschrifteninitiative von Schüler- und Elternvertretungen im Saarland zur Ablehnung eines fünften Grundschuljahrs und fordern die Landesregierung auf „alle Kräfte und Haushaltsmittel in erster Linie auf eine erhebliche Verbesserung der Qualität des Lernens an den Schulen zu konzentrieren.“

17.09.2010

Auch der Landesjugendring lehnt die nun offenbar gescheiterte Erweiterung des gemeinsamen Lernens um nur ein Jahr bis zur fünften Klasse ab. Dabei bekräftigte er seine bildungspolitischen Forderungen zur Landtagswahl, den gemeinsamen Unterricht der SchülerInnen mindestens bis zur sechsten Klasse zu gewährleisten: Langfristig sei eine Gemeinschaftsschule anzustreben, da das gegliederte Schulsystem Kinder und Jugendliche zu sehr aufgrund der sozialen Herkunft ausgrenzt.

Der Hauptausschuss der Arbeitsgemeinschaft von 21 Mitgliedsverbänden erinnerte in seiner gestrigen Sitzung an seine jugendpolitischen Positionen zur Landtagswahl, nach denen sich die Schule „stärker als bisher von einer Wissensvermittlungsanstalt zu einer Bildungswerkstatt entwickeln“ müsse und „die Aufwertung der Ausbildung der Fachkräfte die Voraussetzung dafür ist, die SchülerInnen mit unterschiedlich ausgestatteten Bildungsvoraussetzungen und Begabungen individuell zu fördern.“

Der Landesjugendring will sich auch weiter in die saarländische Bildungspolitik einmischen. Nächster Schritt ist ein Gespräch mit Bildungsminister Kessler Anfang Dezember.

Herausgeber: Landesjugendring Saar

 

Redaktion: Ilja Koschembar

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