Gesundheit

Kinder- und Jugendgesundheitsbericht Mecklenburg-Vorpommern beschlossen

Eine Ärzin mit einem kleinen Jungen

Das Kabinett hat am 09.04.2013 den Kinder- und Jugendgesundheitsbericht verabschiedet und an den Landtag übersandt. Zehn Jahre nach der Verabschiedung der Kindergesundheitsziele in Mecklenburg-Vorpommern ist dieser Bericht eine wichtige Bestandaufnahme.

10.04.2013

2003 vereinbarten das Sozialministerium und zahlreiche Akteure im Gesundheitswesen die Kindergesundheitsziele, die 2008 Bestandteil des Landesaktionsplanes zur Gesundheitsförderung und Prävention geworden sind. Daran knüpft der Kinder- und Jugendgesundheitsbericht an. Der Bericht wirft auch  neue Fragen auf, so dass sich das Aktionsbündnis Gesundheit derzeit mit der Neuausrichtung der Kindergesundheitsziele befasst. Die neuen Kindergesundheitsziele werden am 18. April 2013, ab 10:00 Uhr, auf der Kindergesundheitskonferenz vorgestellt (AFZ, Alter Hafen Süd 334, 18069 Rostock).

"Der Bericht zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind und sich unsere Präventionsangebote auszahlen", so Gesundheitsministerin Schwesig. "Die Säuglingssterblichkeit ist stark rückläufig und liegt unter dem Bundesdurchschnitt. Dazu haben sich auch die vier hochqualifizierten Perinatalzentren unseres Landes beigetragen." Die Zähne der Vorschulkinder sind deutlich gesünder und auch die Teilnahmen an den U-Untersuchungen konnten dank Erinnerungssystem verbessert werden. "Besonders freut mich, dass unsere Jugendlichen viel seltener zur Zigarette und zur Flasche greifen", betonte die Gesundheitsministerin.

Der Bericht zeigt aber auch Probleme auf: Seit Jahren schwankt der Anteil adipöser Kinder um 5%, der übergewichtiger bei 12%. Immer mehr Kinder weisen Sprachstörungen auf. "In erster Linie sind natürlich die Eltern gefragt, wenn es zum Beispiel um genügend Bewegung geht. Aber wir als Land unterstützen. Seit 2010 setzen wir im Rahmen des KiföG verstärkt auf individuelle Förderung, damit wir Entwicklungsauffälligkeiten frühestmöglich erkennen und frühestmöglich entgegenwirken können. Darüber hinaus setzen wir konsequent die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Kitas und Schulen um", so Schwesig.

Der Bericht steht auf den Seiten des Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales des Landes Mecklenburg-Vorpommern zum Download (PDF, 1,1 MB) bereit.

Quelle: Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales des Landes Mecklenburg-Vorpommern vom 09.04.2013

Redaktion: Astrid Bache

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