Freiwilliges Engagement

Interesse am Bundesfreiwilligendienst sprengt Erwartungen

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Wegen Überfüllung geschlossen: Dieses Schicksal könnte dem neuen Bundesfreiwilligendienst (BFD) in Kürze drohen. Nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gestaltet sich die Nachfrage nach BFD-Stellen deutlich stärker als veranschlagt, sodass die Plätze ab Februar kontingentiert werden müssten. Nach neuerlichen Prognosen der BFD-Träger sei bis zum Sommer mit 60.000 Bewerbern zu rechnen.

24.01.2012

Bereits aktuell seien 32.000 Verträge abgeschlossen, womit das von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder auf 35.000 Stellen begrenzte Kontingent so gut wie ausgeschöpft sei. Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) hat nach Angaben der F.A.Z. in einem Informationsbrief „Steuerungsnotwendigkeiten“ angemeldet und die Träger angewiesen, von der verbreiteten Praxis rückwirkender Vertragsabschlüsse Abstand zu nehmen.

Da absehbar nur noch freiwerdende Stellen besetzt werden können, hätten evangelische Träger bereits Bewerbern abgesagt. Auch das Deutsche Rote Kreuz habe einen faktischen Einstellungsstopp verfügt. Gegenüber der F.A.Z. bezeichnete DRK-Generalsekretär Graf Waldburg den Bundesfreiwilligendienst als Erfolgsmodell, forderte aber vom Bund - zumindest bis 2013 - die Bereitstellung weiterer Gelder.

Redaktion: Ilja Koschembar

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