Kinder- und Jugendschutz

Gewinnerbeiträge im Ideenwettbewerb "Vergessen im Internet" ausgezeichnet

Gruppenfoto der Preisträgerinnen und Preisträger.

Wissensmehrung, Meinungsvielfalt und unbegrenzter Informationszugang, aber auch Cybermobbing, Shit-Storms und peinliche Partyfotos: Das Internet vergisst nicht. Der vom Bundesministerium des Innern und acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften ausgelobte Ideenwettbewerb "Vergessen im Internet" hat eine breite Debatte um die Verfügbarkeit von Informationen im Netz angestoßen.

08.05.2012

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich hat gestern in Berlin die Sieger des <link http: www.vergessen-im-internet.de _blank external-link-new-window external link in new>Wettbewerbs gekürt. Ausgezeichnet wurden sieben aus über 100 Einsendungen: vom YouTube-Clip bis zur analogen und mit der Schreibmaschine kommentierten Fotomappe. Die Hauptpreise waren mit jeweils 5.000 Euro dotiert.

Schüler, Studenten, Unternehmen und Privatpersonen haben ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und in den drei Wettbewerbskategorien "Bewusstsein schärfen", "Umgangsformen und Regeln" und "Technik des Vergessens" zahlreiche Beiträge in den unterschiedlichsten Formaten eingereicht - von Essays, Gedichten, Collagen, Videos und technischen Konzepten bis hin zu wissenschaftlichen Abhandlungen.

Die Hauptpreise gingen an:

  • Andreas Ebert und Steffen Horstmannshoff für ihren <link https: www.vergessen-im-internet.de fileadmin user_upload content beitraege ebert_andreas_explainity.mov _blank external-link-new-window external link in new>YouTube-Film über eine Party mit unverhofft vielen Gästen
  • Alexandra Person für ein mit <link https: www.vergessen-im-internet.de fileadmin user_upload content beitraege person_alexandra_fotobuch.pdf _blank external-link-new-window external link in new>Schreibmaschine und Schere erstelltes Album, das auf mögliche Konsequenzen im Umgang mit dem Internet aufmerksam macht
  • der Kurs "Präsentieren" der Freiherr-von-Stein Grund- und Gemeinschaftsschule Kiel für ihre Hefte, Plakate und Posterreihe "<link https: www.vergessen-im-internet.de fileadmin user_upload content beitraege jensen_gabriele_auszugplakate.pdf _blank external-link-new-window external link in new>Ein Elefant vergisst nie - Regeln für den Umgang mit dem Internet"
  • Sebastian Sterz für seine Webseite <link http: www.melting-link.com _blank external-link-new-window external link in new>www.melting-link.com, mit der sich Informationen mit Hilfe eines "schmelzenden" Links für einen vom Nutzer frei wählbaren Zeitraum online stellen lassen.

"Jeder muss wissen, dass das Internet nicht vergisst und Informationen im Netz auf Dauer verfügbar bleiben - und zwar regelmäßig auch dann, wenn sie am ursprünglichen Ort längst gelöscht sind. Rechtliche Regelungen stoßen daher an Grenzen. Jeder sollte sich aktiv damit auseinandersetzen, welche Informationen er von sich ins Netz stellt und - auch darüber müssen wir diskutieren - welche Informationen über andere er preisgibt", erklärte Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich.
Prof. Dr. Henning Kagermann, Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften, ergänzte: "Der Erfolg des Wettbewerbs zeigt: Wir haben in Deutschland erheblichen Diskussionsbedarf über die Regeln, Techniken und die Kultur der Internetnutzung. Ich bin begeistert, dass sich so viele Jugendliche mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Denn es ist die junge Generation der Digital Natives, die eine neue Kultur für den Umgang miteinander im Netz schaffen müssen. Die Bandbreite der Beiträge zeigt, dass die Ideen dafür noch lange nicht ausgeschöpft sind."

Quelle: Bundesministerium des Inneren

Redaktion: Ilja Koschembar

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