psychosoziale Onlineberatung

Forschungsprojekt KIA steht kurz vor dem erfolgreichen Abschluss

Das Forschungsprojekt KIA, gefördert vom BMBFSFJ, entwickelt eine KI-gestützte Assistenz für die psychosoziale Online-Beratung. Ziel ist, Fachkräfte durch strukturierende Zusammenfassungen und methodische Impulse zu unterstützen, ohne ihre Expertise zu ersetzen. Ein Ethikmanual sichert die verantwortungsbewusste Nutzung. Der Prototyp wird bis 2025 finalisiert.

28.10.2025

Das Institut für E-Beratung der Technischen Hochschule Georg Simon Ohm Nürnberg entwickelt in Kooperation mit der bke-Onlineberatung im Rahmen des Forschungsprojekts KIA (2023–2025) eine KI-gestützte Assistenz für die schriftbasierte psychosoziale Online-Beratung. KIA unterstützt Fachkräfte mit fachlich fundierten Impulsen, ohne die menschliche Expertise zu ersetzen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Rahmen der Förderrichtlinie „KI für das Gemeinwohl“.

 Worum geht's?

  • Assistenz statt Automatisierung: KIA bietet Fachkräften in der Mailberatung gezielte Unterstützung – etwa durch strukturierende Zusammenfassungen, Visualisierungshilfen wie Soziale Netzwerkkarten und methodische Denkimpulse. Die finale Bewertung und professionelle Verantwortung bleiben stets bei den Fachkräften.
  • Reflexionshilfe: Die KI stimuliert strukturiertes Nachdenken über Beratungsverläufe und fördert professionelle Reflexion.
  • Ethische Rahmung: Ein begleitend entwickeltes Ethikmanual sowie ein Leitfaden zur KI-Anwendung sichern eine verantwortungsbewusste, gemeinwohlorientierte Nutzung der Technologie im Feld der Sozialen Arbeit.
  • Aus der Praxis für die Praxis: Der KIA-Prototyp wurde in enger Zusammenarbeit mit Fachkräften der bke-Onlineberatung in einem iterativen Entwicklungsprozess realisiert, auf Basis einer umfangreichen Bedarfsanalyse und begleitender Testphasen. Ein zentraler Gedanke im Projekt lautet: „Ich kann es nicht aufhalten – deswegen möchte ich es gut mitgestalten.“
  • Ziel bis Ende 2025: Der optimierte und evaluierte Prototyp wird finalisiert.

Projektbeteiligte:

  • bke‑Onlineberatung (Praxispartner; Leitung: Dorothea Jung und Christine Sutara)
  • Institut für E‑Beratung, TH Nürnberg (Leitung: Prof. Dr. Robert Lehmann und Prof. Dr. Jens Albrecht sowie ein interdisziplinäres Team aus Projektmitarbeitenden der Fachrichtungen Informatik und Sozialwissenschaften)
  • Förderung: BMBFSFJ, Förderrichtlinie „KI für das Gemeinwohl“ (2023–2025)

„KI kann Fachkräfte in ihrer Arbeit effizient unterstützen und Reflexionsprozesse fördern – ohne die menschliche und fachliche Expertise zu ersetzen.“

Mara Stieler, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt KIA

Für die bke-Onlineberatung ist KIA ein hilfreiches innovatives Tool, das die Beratungsqualität stärkt, die Reflexion fördert und die Fachkräfte in ihrer täglichen Arbeit nachhaltig entlastet.